Viel ehrenamtliche Arbeit bei der Kirchenrenovierung

Oberstdorf-Schöllang – Ein großes Pfarrfest feierten die Schöllanger anlässlich der Renovierung ihrer Kirche St. Michael. Zuvor war ein Festgottesdienst anlässlich des Patrozinums gefeiert worden.

Die Außensanierung mit Einsetzung eines Doppeldachs, statischer Instandsetzung und Begasung der Kirche wurden Ende letztes Jahr abgeschlossen. Anlässlich dieser Renovierung wurde ein Pfarrfest organisiert. Dieses begann mit dem Festgottesdienst in der neu renovierten Pfarrkirche St. Michael. Neben den vielen Einheimischen und Gästen waren auch die Fahnenabordnungen aus der Pfarrei und die Musikkapelle Schöllang gekommen, um zusammen mit Pfarrer Maurus Mayer und Konzelebrant Pfarrer i.R. Tadeusz Flak aus Altstädten das Patroziniumsfest zu feiern.

Pfarrer Mayer stellte in der vollbesetzten Kirche den Patron der Pfarrgemeinde, Erzengel Michael, in den Mittelpunkt. Er betonte in seiner Predigt neben einer ruhigen Version auch die kämpferische Seite des Engels. Vor allem bei einem inneren Kampf zwischen Gut und Böse oder einem Gewissenskampf stehe der Erzengel bei. Die ruhigere Version strahle Kraft, Sicherheit und Ruhe aus. Die Aufgabe der Engel als Boten verglich er mit einer Bergbahn, bei der die Bitten der Menschen nach oben in den Himmel und die Gnaden zurück nach unten gebracht würden.

Besonders freute Pfarrer Maurus Mayer die restaurierten Apostelleuchter in der Pfarrkirche St. Michael, die anlässlich der Renovierung ihren Weg zurück in die Kirche gefunden haben. Wie auch die Apostel mitten im Leben standen, so seien auch die Schöllanger in ihrem Glauben mitten im Leben. Nach dem Gottesdienst fand ein Frühschoppenkonzert im Schelchwangsaal statt. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Stoß begrüßte die Festgemeinde und stellte den Pfarrwein „Michaelströpfle“ vor.

Kirchenpfleger Hans-Peter Böck beschrieb den Verlauf der Renovierung und bedankte sich bei den bei den örtlichen Handwerksbetrieben für ihre gute Arbeit und den ehrenamtlichen Helfern für die 620 Stunden geleistete Arbeit. Er erwähnte auch die großzügigen Spenden vieler privater Geldgeber und der Gemeinden Oberstdorf und Fischen.

Dass durch die ehrenamtliche Arbeit das geplante Budget unter den Erwartungen blieb, erfreute besonders den zweiten Bürgermeister Fritz Sehrwind. Dies sei, so merkte er schmunzelnd an, auf Gemeindeebene wohl eher eine Ausnahme. Gerade der Zusammenhalt einer kleinen Gemeinde präge ein Dorf wie Schöllang und gebe auch nach außen ein gutes Bild für Besucher und Touristen ab, so Sehrwind. Pfarrer Maurus Mayer verwies in seiner Rede auf die „lebendigen Steine“, auf die Christus verwiesen habe. Auch die Schöllanger sollen weiterhin „aktive Bauleute im Glauben“ sein.

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