Neue Renkertobelbrücke auf dem Riedbergpass freigegeben

Brückenschlag nach Balderschwang

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Wichtige Verbindung nach Balderschwang und Vorarlberg: Seit zwei Wochen fließt der Verkehr über die Passhöhe bereits auf der neuen Renkertobelbrücke.

Oberallgäu – Punktlandung auf den Riedbergpass: Zeitgleich mit dem ersten Wintereinbruch konnte die neue Renkertobelbrücke auf der Passhöhe am Riedbergpass dem Verkehr übergeben werden. Damit sind die Arbeiten für die beiden diesjährigen Bauabschnitte an der wichtigen Verbindungsstraße beendet.

Auf der Passhöhe in 1409 Meter Höhe hatte der Winter schon Einzug gehalten, und Räumfahrzeuge waren auf der Kreisstraße OA 9 unterwegs, als die Verkehrsfreigabe der neuen Brücke gefeiert wurde. Die Brücke sei wie die seit Jahren laufenden Ausbauarbeiten an der Pass-Straße mithin Beweis, das der Landkreis seine kleinste Gemeinde, Balderschwang, nicht abhänge, so Landrat Anton Klotz.

Mit der Fertigstellung der neuen Renkertobelbrücke und dem Ausbau eines Teilstücks der Kreisstraße OA 9 bei Obermaiselstein wurde ein weiteres Kapitel Riedbergpass-Straße abgeschlossen. In den vergangenen 20 Jahren wurden insgesamt rund 36 Millionen Euro in die Verbesserung der Straße investiert. Dank einer Sondervereinbarung kommt der Landkreis beim teueren Unterhalt der Dauerbaustelle Riedbergpass in den Genuss einer bayernweit einmaligen staatlichen Förderung von 90 Prozent der Kosten.

Seit 20 Jahren ist der Landkreis mit der Riedbergpass-Straße beschäftigt – und auch finanziell gefordert. Auch wenn nach einer noch vom ehemaligen Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser ausgehandelten Regelung der Freistaat Bayern 90 Prozent der Kosten trägt, bleibt ein hoher Eigenanteil für den Landkreis. Man sei über diesen außerordentlich hohen Fördersatz „wirklich froh“, unterstreicht Landrat Anton Klotz. Anders ginge es nicht; sonst könnte man nur Flickwerk bauen. „Ins Geld“ geht die gut zehn Kilometer lange Straße nicht zuletzt deshalb, weil das Gelände hier sehr labil ist und ständige kleine Rutschungen im Hang den Straßenkörper belasten.

Heuer war es der Neubau der Renkertobelbrücke auf der Passhöhe. Sie überspannt den Renkertobel auf gut 85 Metern Länge und ist im Gegensatz zur alten Brücke auch tauglich für Schwerlastverkehr bis 20 Tonnen. Insgesamt kostete der Bauabschnitt X inklusive Brückenbau rund 15 Millionen Euro. Der Landkreis muss 4 Millionen investieren. „Balderschwang wird nicht abgehängt; es ist uns viel wert“, bringt Klotz die Bedeutung der Daueraufgabe Riedbergpass auf den Punkt. Und ein wenig niedriger als früher ist die „neue“ Passhöhe mit 1409 Meter nach den Bauarbeiten auch. „Rund zehn Meter von der Passhöhe sind gekappt worden, als der Straßenanschluss der neuen Brücke bebaut wurde“, weiß Fischen Alt-Bürgermeister Toni Vogler über Deutschlands höchste Straßenbaustelle.

Der jetzt ebenfalls fertiggestellte weitere Abschnitt, ein Teilstück der Kreisstraße OA 9 mit Brückenbau über die Schönberger Ach bei Obermaiselstein, kostet knapp 6 Millionen Euro. Dadurch wird auch der Hochwasserschutz für das Dorf verbessert. Im nächsten Jahr geht es mit dem Tunnelausbau in Obermaiselstein weiter. „Ohne die starke finanzielle Unterstützung wären Projekte dieser Größenordnung für uns als Egentümer der Straße nicht zu stemmen“, unterstreicht der Landrat. Zufrieden zeigt sich Klotz mit der guten Leistung und der erfolgreichen, reibungslosen Zusammenarbeit aller beteiligten Firmen.

Wie umsichtig man dabei im Rahmen der ökologischen Baubegleitung auch Naturschutzbelange gewürdigt habe, ergänzt Tiefbau-Chef Christof Wipper: Schwarze Waldameisen habe man umgesiedelt „und so an Zuig“.

Josef Gutsmiedl

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