Langer Atem zahlt sich aus

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Vorrangig Alpvieh wurde in den vergangenen Wochen auf Rinder-Tuberkulose getestet.

Oberallgäu - „Fast lauter gute Nachrichten“ konnte Landrat Gebhard Kaiser zu Ende eines Expertengesprächs zur im Oberallgäu grassierende Rinder-Tuberkulose verkünden. Der Ablauf der Untersuchungen aller Rinder im Lankreis sei „auf sehr gutem Weg“.

Das nächste Etappenziel – zwei Drittel der rund 2000 Rinderbestände im Oberallgäu kontrolliert – werde man Ende Mai erreicht haben, gibt sich der Landrat optimistisch. „Das werden wir erreichen.“ In den Kommunen mit auffallend hoher TBC-Quote im südlichen Landkreis sind schon 90 Prozent der Betriebe untersucht, nicht zuletzt weil hier auch viele Rinder in den kommenden Wochen auf die Alpen geschickt werden. 

Kaiser dankt allen Beteiligten an der Aktion und folgert: „Der Weg war richtig.“ Bis Jahresende sollen sämtliche Rinderbestände untersucht sein. Auch die Jagd ziehe mit, betont Kaiser. Alle erlegten Hirsche werden jetzt getestet. Amtstierarzt Dr. Johann Mages stellt eine „enorme Untersuchungsbereitschaft“ fest, was auch von den Tierärzten bestätigt werde. Nach Abschluss der Aktion werde man wissen, „was abgelaufen ist“, so Mages. 

Bislang wurden knapp 750 Rinder getötet, die im Zuge der Untersuchungen TBC-Auffälligkeiten zeigten. Bei fünf Beständen mussten jeweils sämtliche Tiere getötet werden. Auch Mages sieht die Behörde auf den richtigen Weg. Nicht zuletzt seit nach einem Wechsel der Testmethode die Zuverlässigkeit der Befunde deutlich verbessert werden konnte. Ziel sei es, „das Level der Durchseuchung“ dauerhaft zu reduzieren. Mages rechnet damit, dass ähnliche Reihenuntersuchungen zukünftig wieder verpflichtend werden.

Josef Gutsmiedl

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