Abschied von einem Fan

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Roland Lowinger und seine Nachfolgerin Barbara Grözinger.

Sonthofen/Kempten - „Ich bin ein Fan der Allgäuer Werkstätten“, outete sich Roland Lowinger jetzt bei seiner eigenen Verabschiedung in der Werkstatt Sonthofen der Allgäuer Werkstätten (AW) GmbH.

Für die Festgäste, Nachbarn und vor allem auch für die Mitarbeiter mit und ohne Handicap war das keine Überraschung. Schließlich hat Lowinger als Werkstattleiter 20 Jahre der Werkstatt im südlichen Landkreis geleitet – zunächst in Vorderhindelang und dann mit dem Neubau in Sonthofen. Geschäftsführer Michael Hauke meinte in seiner Laudatio über Lowinger: „Sie waren stets offen, direkt und 100prozentig zuverlässig – mit „harter Schale und weichem Kern“. 

Seit 1. Januar 2014 ist der Sonthofer Werkstattleiter und Prokurist der Allgäuer Werkstätten GmbH jetzt im Ruhestand. Seine Nachfolgerin ist Barbara Grözinger. Insgesamt war Roland Lowinger 29 Jahre bei den AW. Aus der freien Wirtschaft kommend, begann der gebürtige Konstanzer seine Laufbahn als Gruppenleiter einer Montage und als stellvertretender Leiter im Metallbereich. In den darauffolgenden Jahren wurde er zum Abteilungsleiter für alle Montagen befördert. Unter seiner Führung, so berichteten Geschäftsführer Michael Hauke und Verwaltungsrat Joachim Wawersich, Vorsitzender der Lebenshilfe südlicher Landkreis Oberallgäu, Sonthofen, wurde vor sieben Jahren der Neubau der Werkstatt in Sonthofen vorangetrieben und erfolgreich durchgezogen. Seit Januar 2007 war Lowinger zudem einer der beiden Prokuristen der Allgäuer Werkstätten GmbH. 

Als einzigartiges Beispiel für Inklusion nannte Wawersich die gelebte Zusammenarbeit mit dem Frauenbund in Bad Hindelang sowie die Aufführungen der Theaterstücke wie „Dschungelwelt“ oder „Löwenkönig“ im Haus Oberallgäu in Sonthofen. Eingeleitet hat Lowinger auch die Patenschaft zu Bad Dürkheim. 

„Das Team war sich immer einig, wenn’s drauf ankam“, gab Lowinger in seiner Dankesrede das Lob zurück. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung hätten ihn stets unterstützt. Mit ein wenig Wehmut bedauerte er, dass der nun ergänzende Neubau, der die Förderstätte und S-Werkstatt beinhaltet, bis zu seinem Ausscheiden nur zu 80 Prozent fertig geworden ist. „25 Jahre haben wir dafür gekämpft, dass die schwerstbehinderten Menschen eine Heimstatt in der Nähe ihres Zuhauses bekommen. Jetzt ist es bald soweit.“ Lowinger wertschätzte die Allgäuer Werkstätten als kompetenten und sicheren Arbeitgeber. Jetzt freue er sich auf neue Aufgaben und mehr Zeit für die Familie.

mori

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