Wurzeln des Erfolges

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Ehemalige und aktuelle Spitzensportler von der der „Wall of Fame“ im Oberstdorfer Gymnasium. In der Mitte (von links) die Oberstdorfer Sport-Stars Johannes Rydzek, Katharina Althaus und Vinzenz Geiger.

Mit einer „Wall of Fame“ (Wand des Ruhmes) ehrt das Oberstdorfer Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium die Medaillengewinner der Schule bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Juniorenweltmeisterschaften.

Aus München war Bildungsstaatsekretärin Carolina Trautner angereist, um zusammen mit zahlreichen Spitzensportlern, Sportfunktionären und Kommunalpolitikern die Ehrentafel im Eingangsbereich einzuweihen. 

Mit dabei auch die drei Top-Athleten und Olympia-Medaillengewinner von Südkorea Johannes Rydzek, Katharina Althaus und Vinzenz Geiger, sowie der Bundestrainer der Skisprung-Damen Andreas Bauer. Peter Fink hatte die Ehrentafel zusammengestellt.

Seit zehn Jahren ist das Oberstdorfer Gymnasium „Eliteschule des Sports“. Aktuell genießen rund 120 Spitzensportler und Nachwuchstalente ein spezielles Bildungsangebot um damit Sport und Bildung parallel zu bewältigen. Die Zahl der Sportschüler sei über die Jahre stetig gewachsen, lobte Schulleiter Ludwig Haslbeck das „enorme Engagement“ der Lehrerschaft. Auf der Tafel sei noch genügend Platz für weitere Sportlergenerationen, lenkte er den Blick in die Zukunft.

In drei Talkrunden interviewte Fink Politik- und Sportprominenz. Alle Redner betonten die gute schulische und sportliche Infrastruktur in Oberstdorf, die diese Spitzenleistungen erst möglich mache. Auch, wie wichtig es ist, neben der Sportkarriere eine solide Ausbildung zu machen, die auf das Leben vorbereitet. Die Erfolge zeigten, dass Oberstdorf einer der wichtigsten Stützpunkte des Deutschen Skiverbandes sei, so DSV-Präsident Franz Steinle: „Wo das Eine in das Andere greift wie bei einem Uhrwerk“.

Ohne diese Unterstützung sei es nicht möglich gewesen im gleichen Jahr Abitur zu machen und Medaillen zu gewinnen, zeigte Althaus sich dankbar. Auch bei Rydzek, der inzwischen an der Hochschule in Kempten studiert, wurden Erinnerungen an das Abitur wach. Das Engagement der Lehrer an der Eliteschule habe es ihnen erst möglich gemacht Unterricht und Medaillengewinne unter einen Hut zu bringen, betonten Rydzek und Geiger. Angesichts dieser Kombination gehe kein Weg daran vorbei, die Athleten in Oberstdorf zu konzentrieren, lobte Bauer die Bedingungen. „Hier wirken ganz, ganz viele Kräfte zusammen“, zeigte Trautner sich beeindruckt und wünschte Sportlern und Schülern viel Erfolg für die Zukunft. „Es ist für die Schüler schön zu sehen, wo die Wurzeln ihres Erfolges sind“, nannte sie die Schule „ein unverzichtbares Fundament einer guten Ausbildung“. „Wir brauchen diese Eliteschulen, um erfolgreiche Spitzensportler zu unterstützen. Vom Zweiten Bürgermeister der Marktgemeinde, Fritz Sehrwind, kam ein „Vergelts Gott, dass ihr eurer Heimatgemeinde so viel Ehre macht“.

Heinrich Bonert

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