Das Gesamtinteresse im Blick

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Dr. Sabine Rödel (links) übernahm die Amtsgeschäfte als neue Erste Bürgermeisterin in Bad Hindelang; Editha Kuisle (rechts) ist jetzt wieder Zweite Bürgermeisterin der Marktgemeinde.

Jetzt war es soweit: Dr. Sabine Rödel wurde nach dem deutlichen Wahlsieg in der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung vereidigt und trat somit das Amt als erste Ersten Bürgermeisterin der Gemeinde Bad Hindelang an. Zuvor dankte die amtierende Interims-Bürgermeisterin Editha Kuisle dem Gemeinderat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses, des Bauhofes und der Kindertagesstätten für die großartige Unterstützung.

Ohne diese Mitarbeit hätte sie die umfangreichen Amtsgeschäfte als Erste Bürgermeisterin nicht stemmen können. Die Aufgabe, die sie übernommen habe, sei äußerst fordernd gewesen, aber es habe ihr auch Freude gemacht. Dennoch trete sie nach rund einem Jahr gerne wieder in das zweite Glied zurück. Der Senior des Gemeinderats, Albert Keck, dankte ihr für hervorragendes einjähriges Engagement als Erste Bürgermeisterin. Sie solle sich jetzt erst mal von diesen Strapazen gründlich erholen, so sein Rat. Zuvor hatte Editha Kuisle noch die neue Bürgermeisterin zu vereidigen. Die Amtsgeschäfte hatte sie ja bereits an Dr. Sabine Rödel übergeben. Anlässlich der Amtsübergabe und der Vereidigung hatten viele Bad Hindelanger Bürger an der öffentlichen Gemeinderatssitzung teilgenommen. Mit Applaus honorierten sie die Leistungen von Editha Kuisle und motivierten Dr. Sabine Rödel für ihre neue Aufgabe. In ihrer Antrittsrede dankte Sabine Rödel den Bürgern für ihre Unterstützung. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe als ihre Bürgermeisterin in den nächsten acht Jahren.“ Sie wisse, dass sie kein leichtes Erbe antrete, denn Bürgermeister Adalbert Martin habe unglaublich viel für Bad Hindelang auf den Weg gebracht. Auch Editha Kuisle sei in dieser schwierigen Phase für die Gemeinde ein Glücksfall gewesen, und auch für sie. Denn durch die hervorragende Arbeit von Editha Kuisle sei in gewisser Weise der Weg für eine Frau auf den Bürgermeisterposten schon geebnet gewesen, meinte Dr. Rödel. Ihre neue Aufgabe sei für sie eine Herzensangelegenheit. Sie wolle „eine Bürgermeisterin für alle“ sein und sich deshalb für alle Bürger und alle Vereine einsetzen. „Bei mir steht das Gesamtinteresse im Vordergrund. Das der Gemeinde steht ganz oben und nicht das Interesse Einzelner.“ Dr. Rödel will zudem weitere Impulse für die Dorfentwicklung geben und zusammen mit dem Gemeinderat Lösungen für die Zukunft der Gemeinde entwickeln. Sie wolle die Kulturlandschaft für den Tourismus erhalten. Dennoch gelte es auch darüber nachzudenken, ob unsere Landschaft eine weitere Intensivierung des Tourismus vertrage. Es komme nämlich auf die richtige Balance an. Bad Hindelang solle in gleichem Maße ein Ort für den Gast, wie ein Ort für den Einheimischen sein. Es gehe nicht nur darum, die Urlaubsqualität zu steigern, sondern auch die Lebensqualität der Bürger. Hierzu gehöre auch das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum für die Einwohner. „Ich möchte besonders die Dorfentwicklung ins Auge fassen und mit dem Gemeinderat zusammen unser Bad Hindelang in eine gute Zukunft führen.“

Hans Ehrenfeld

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