Nachhaltige Geschenke

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Unser Foto zeigt Barbara Grözinger (links) von den Allgäuer Werkstätten und Martina Kost (rechts) mit den Schöllanger Kindern und ihren Nistkästen.

Sonthofen – Einen Kurzbesuch bekam jetzt die Allgäuer Werkstätten GmbH in Sonthofen: Die Vorschulkinder vom Kindergarten St. Michael in Schöllang statteten mit Erzieherin Martina Kost und Fahrerin Andrea Schmid der Einrichtung an der Eisenschmelze einen Besuch ab.

Der Grund: sie werden im kommenden Jahr Nistkästen für Stare und Meisen aufhängen. Und das Material dafür gibt es eben in den Allgäuer Werkstätten.

Kreisrat Michael Finger (ÖDP) hatte die Idee dazu, die Gemeindewerke / Energieversorgung Oberstdorf spendet die Nistkästen. Damit die sieben künftigen Erstklässler auch wissen, wie sie die Nistkästen zusammenbauen müssen, holten sie sich direkt in der Werkstatt Hilfe. Hier erklärten Gruppenleiter Werner Degenhart und Bernhard Schmid, wie die Nistkästen zusammengebaut werden und wie sie funktionieren. Besonders begeisterte die Kinder das Türchen am Nistkasten. Einmal im Jahr sollte das Holzhäuschen nämlich gesäubert werden.

Schon einmal vor Ort zeigte ihnen Einrichtungsleiterin Barbara Grözinger neben der Holzmontage auch die Schreinerei und die Gardena-Montage. Hier machte Grözinger die Kinder mit Gaby Waibel bekannt. Sie hat keine Arme und arbeitet statt mit ihren kleinen, nicht stark ausgeprägten Händen besser noch mit den Füßen.

Für die sieben Buben war das sehr eindrucksvoll, wie die Mitarbeiterin mit den Füßen geschickt zwei Komponenten zusammenführte und mit Hilfe eines Klötzchens dann auch noch fest verband. Barbara Grözinger: „Die Kinder sehen so, dass jeder – egal ob mit oder ohne Behinderung – seinen Platz in der Gesellschaft und auch am Arbeitsplatz hat.“

Schon bei der Heimfahrt war klar, dass die Vorschulkinder ihren Freunden und Freundinnen im Kindergarten viel zu erzählen hatten. Insgesamt gab es zehn Nistkästen, sieben für die Buben, eines für ein Mädel, das beim Besuch nicht dabei sein konnte – und zwei für den Kindergarten selbst. „Wir möchten sie im neuen Jahr zusammenbauen und dann im Frühjahr aufhängen“, verriet Martina Kost.

mori

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