Eine raffiniert gute Form 

Schreinerinnung Allgäu prämiert die besten Gesellenstücke

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Tanja Klotz (von rechts) überzeugte mit ihrem Gesellenstück nicht nur die Jury, sondern auch Firmenchef Manfred Beinder und Obermeister Stefan Holzer.

Immenstadt – Jedes Jahr ruft die Schreinerinnung Allgäu auf zum Wettbewerb „Gute Form“. Dabei können die Auszubildenden im Schreinerhandwerk ihre Gesellenstücke einer Jury präsentieren – und sich für einen Landes- und Bun desentscheid qualifizieren. Heuer ging der Spitzenplatz – dotiert mit einem Geldpreis der Sparkasse Allgäu – an Tanja Klotz aus Argenbühl.

„Absolut die richtige Berufswahl“, kommentierte die Siegerin des diesjährigen Wettbewerbes „Gute Form“ ihre Entscheidung. Damals hatte sie natürlich noch nicht den Wettbewerb der Schreinerinnung Allgäu im Blick, aber bereut habe sie ihren Schritt ins Handwerk nie. „Im Ausbildungsbetrieb muss schon alles passen.“ Und dort, bei der Schreinerei Beinder in Weitnau, will die 21-Jährige auch bleiben. „Wir lassen sie auch nicht gehen....“, lobt Manfred Beinder seine Mitarbeiterin bei der Siegerehrung in Immenstadt.

Zwei Wochen richtig „Vollgas“ bedeute für die Schreiner-Lehrlinge die Herausforderung Gesellenstück. „Blut, Schweiß und Tränen gehören dazu“, berichtet Obermeister Stefan Holzer, als er die kleine Ausstellung der Werke im Schloss-Saal in Immenstadt eröffnete. „Aber man kann an der Herausforderung auch wachsen.“ Fleiß und Durchhaltevermögen hätten die Auszubildenden inzwischen bewiesen. „Wichtige Eigenschaften, die Sie sich erhalten sollten“, meinte Holzer weiter. „Das wirklich Spannende im Berufsleben beginnt jetzt erst.“

Für ihr Gesellenstück hatte sich Tanja Klotz etwas ganz Raffiniertes ausgedacht: ein pfiffiges Dreh-Falt-Schränkchen, das nicht nur ein Blickfang sein sollte, sondern in Funktionalität und Zweckmäßigkeit punkten konnte. Die Raffinesse des Stücks liegt in der Bewegung der Türen, die sich in einer Zieh-Dreh-Bewegung öffnen lassen.

Insgesamt wurden für den Wettbewerb 23 Gesellenstücke vorgestellt. Die Werke wurden von einer Jury ungeachtet der fachlichen Bewertung in der Gesellenprüfung beurteilt und hinsichtlich der Idee, Formgebung, Funktionalität und Praxistauglichkeit „abgeklopft“ und bewertet. Neben Tanja Klotz kamen Niclas Kögl (Schreinerei Xaver Eberle) und Lukas Siegel (Schreinerei Marschall) aufs Siegerpodest der „Gute Form“. Eine öffentliche Ausstellung ist heuer leider nicht möglich.

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