Klimaschutz macht Schule

Schüler des Hildegardis-Gymnasiums packen im Werdensteiner Moos an

Julia Wehnert erklärt den Schülerinnen und Schülern alles über Torfmoosen
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Julia Wehnert (links) vom Bund Naturschutz erläuterte den Klimabotschaftern was getan werden muss, um den Torfmoosen zu mehr Wachstum zu verhelfen bevor es an die praktische Arbeit ging.

Oberallgäu – Moorschutz ist Klimaschutz! Unter diesem Motto packten die jungen Klimabotschafter des Hildegardis-Gymnasiums tatkräftig bei einer Aktion zur Moorrenaturierung im Werdensteiner Moos an. Einen Grundstein für eine Kooperation, des als Klimaschule ausgezeichneten Hildegardis-Gymnasiums aus Kempten mit dem Bund Naturschutz und den Bayerischen Staatsforsten (BaySF), legten rund 30 Schülerinnen und Schüler Mitte Oktober. Mit Astscheren, Handsägen und Arbeitshandschuhen ausgestattet, befreiten sie unter Anleitung des Bund Naturschutz im Werdensteiner Moos ein Stück Moor von starker Verbuschung.

„Junge Birken, Fichten und der Faulbaum werfen Schatten und entziehen dem Moorboden Wasser. Viel Licht und viel Wasser sind aber die wesentlichen Bedingungen für das Wachsen der Torfmoose, die als kleinste Moorgewächse den größten Beitrag zur Entnahme von Kohlendioxid aus der Atmosphäre leisten“, erklärt Julia Wehnert, Diplombiologin und Geschäftsführerin beim Bund Naturschutz Kempten-Oberallgäu.

Erlebbbares Werdensteiner Moos

Nach der kurzten Erläuterung ging es an die praktische Arbeit. Viele Sträucher und kleine Bäume fällten die Klimabotschafter des Hildegardis Gymnasiums im Werdensteiner Moos – unter Anleitung des Bund Naturschutz und mit Unterstützung der Bayerischen Staatsforsten als Grundstückseigentümer. „Mit der Entbuschung verhelfen wir dem Moor zur Regeneration und können so auch für die CO2-Bilanz unserer Schule einen Beitrag leisten“, ergänzt Matthias Klaubert das Anliegen der Klimaschule, aktiv zu werden.

Viele Sträucher und kleine Bäume fällten die Klimabotschafter im Werdensteiner Moos unter Anleitung des Bund Naturschutz.

Mehr als 30 Jahre sind die Bayerischen Staatsforsten als Grundstückseigentümer und der Bund Naturschutz als Projektpartner im Werdensteiner Moos nun schon aktiv. „Mit der Renaturierung des Moores konnten wir auch den Moorrundweg attraktiv gestalten und so die Pflanzen, Tiere und den Klimaschutz erlebbar machen. Man sieht schön auf die entbuschten Moorflächen“, freut sich Jann Oetting, Forstbetriebsleiter der Bayerische Staatsforsten in Sonthofen.

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