Heißer Endspurt am Biberhof

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Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule Sonthofen pflanzten vergangene Woche Obstbäume am Biberhof. Die künftigen Früchte dürfen sich auch vorbeikommende Spaziergänger schmecken lassen.

Sonthofen – Es geht weiter auf dem Biberhof. Was als Vision begann steht nun kurz vor seiner Vollendung: Ein Naherholungsgebiet im Süden Sonthofens für Einheimische und Gäste jeden Alters. Die Schüler der Montessori-Schule arbeiten seit letzter Woche am „letzten Schliff” des Außengeländes.

Das Hochwasser im Jahr 2005 hatte den „Schneiderhof” im Süden Sonthofens arg in Mitleidenschaft gezogen. Die damaligen Besitzer gaben den Hof auf, die Stadt Sonthofen erwarb das Grundstück. Im Herbst 2010 waren die Bürger aufgerufen, in einer Projektgruppe ihre Ideen und Visionen für die künftige Nutzung des Hofes zu erarbeiten. Das Produkt: der „Biberhof”. Der „Biberhof” soll in Zukunft als Naherholungsgebiet für Einheimische und auch Gäste jeden Alters dienen. 

Bereits seit 2011 findet dort die Ferienbetreuung der Stadt Sonthofen durch die Wildnisschule Allgäu statt, ab Mai hat der neugegründete Naturkindergarten im Biberhof sein Zuhause. Auf der Grundlage der Natur- und der Montessori-Pädagogik werden im Naturkindergarten Kinder von 3 bis 6 Jahren betreut. Der Naturkindergarten beginnt am Donnerstag, 2. Mai. Am Montag, 29. April findet in der Montessori-Schule, Burgsiedlung 1, um 20 Uhr ein Informationsabend für interessierte Eltern statt.

Die Fertigstellung des Biberhofs steht kurz bevor. Nicht zuletzt dank der Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler der Montessorischule Sonthofen, die seit zwei Wochen fleißig dort arbeiten: Sie legen einen Garten an, pflanzen Bäume und Sträucher – wenn diese einmal Früchte tragen, dürfen Spaziergänger sich dort bedienen – oder helfen mit beim Ausbau eines Bauwagens. Die insgesamt drei Bauwägen sollen dem Kindergarten, der Montessorischule und auch der Wildnisschule dazu dienen, dass sich die Kinder bei schlechtem Wetter aufwärmen können. Eine Gruppe kümmert sich um das Feuer und die Verpflegung, eine andere dokumentiert die Projektwochen mit dem Fotoapparat, um eine Projektzeitung zu erstellen. Wer gerade nicht arbeiten will, kann spielen, Stockbrot grillen, jonglieren, lesen, lernen, baden... 

Der „Stall” des Biberhofes ist bereits fertig ausgebaut: Im südlichen Teil befinden sich zwei Ausstellungs- oder Seminarräume, die angemietet werden können, im nördlichen Teil drei öffentliche Toiletten, davon eine behindertengerecht. Über eine 60 Meter lange, rollstuhlgerechte Rampe – die von den Kindern auch gerne als Spielplatz genutzt wird – kann man die Toilette erreichen, die sich aus Gründen des Hochwasserschutzes im oberen Stockwerk des Gebäudes befindet. Auch der „Spielstadel” ist saniert und kann für Veranstaltungen angemietet werden. Wer möchte, kann eine der sieben Feuerstellen im Außenbereich zum grillen nutzen – wobei auch hier die Devise gilt, seinen Müll nicht einfach liegen zu lassen. Strom gibt es übrigens auf dem gesamten Areal nicht. Autos dürfen nicht zum Biberhof fahren, Parkmöglichkeiten gibt es am Wonnemar. 

Bis zur offiziellen Eröffnung des Biberhofes im Sommer werden noch der Mehrgenerationenbereich mit Bänken und Sitzstämmen sowie ein Trinkwasserbrunnen angelegt. Das Budget von 140.000 Euro wird laut Bürgermeister Hubert Buhl eingehalten: Mehrkosten durch statische Maßnahmen könnten durch zusätzliche Förderungen ausgeglichen werden.

Eva Veit

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