Junge Waldbestände brauchen Pflege

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Eine Schulungsveranstaltung der Bayerischen Forstverwaltung zur Pflege junger Wälder fand in einem Waldstück bei Oberstdorf-Reichenbach statt.

Dabei zeigten die Förster Robert Proksch und Moritz Teufel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten den interessierten Waldbesitzern was schon in 20- bis 30-jährigen Beständen getan werden muss, um den Bergwald und die wichtige Schutzfunktion, die dieser erfüllt, langfristig zu erhalten. Getreu dem Motto „Vorsorgen ist besser als Heilen“ wurde das Ziel des Pflegeeingriffs vermittelt: Die Bergwälder frühzeitig durch ein zielgerichtetes Vorgehen zu stabilisieren, Mischbaumarten zur Bodenpflege und zur Risikostreuung zu erhalten und die Bestände dadurch fit für den Klimawandel zu machen. Nach der Vorstellung des Pflegekonzepts wurde die Theorie unmittelbar in die Praxis umgesetzt: Die Teilnehmer mussten selbst entscheiden, welche Bäume gefördert und welche gefällt werden müssen. Anschließend wurde die Auswahl besprochen und offene Fragen geklärt. Mit diesen Informationen sind die Waldbesitzer nun gerüstet, um in ihrem eigenen Wald zur Tat zu schreiten. Darüber hinaus erfuhren sie auch, welche finanziellen Fördermöglichkeiten das AELF bereitstellt. Abschließend zeigte der Forstwirt Georg Rohrmoser (vorne links) vom AELF Kempten an praktischen Beispielen verschiedene Schnitt- und Fälltechniken im Schwachholz und wies auf Aspekte der Arbeitssicherheit hin.Zum Thema Abtransport wurde noch eine extra aufgebaute „log-line“ vorgestellt, eine Plastikrutsche mit der schwache Holzsortimente (Stangen, Brennholz) mit wenig Aufwand zu Tal gebracht werden können.

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