Regional aufgetischt

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Schulleiter Dieter Friede (rechts) und Jürgen Hero (von links) von der IHK Schwaben, präsentierten die Gewinner des Schulwettbewerbes Viola Karg (1.Platz), René Diedershagen (2.), Miriam Wolf (1.), Philipp Schwegler (2.), Sarah Nusser (3.), Franziska Mislisch (3.), Theresa Kresser (3.), Tanja Medinger (2.), Fachbetreuer Manfred Ecker, und Colette Achberger (1. Platz).

Immenstadt - Auf den ersten Blick eine strenge Vorgabe für die zehn Köchinnen und Köche beim diesjährigen Schulwettbewerb des Beruflichen Schulzentrums in Immenstadt: Sie durften nur Zutaten aus der Region für die Zusammenstellung ihres 3-Gänge-Menüs verwenden, dessen Hauptkomponenten geräucherte Forelle, Saibling und handgeschöpfter Quark waren.

Wie motiviert und erfolgreich das Motto sowohl optisch als auch kulinarisch umgesetzt worden war, davon konnten sich die Gäste am Abend selbst überzeugen. An kreativ eingedeckten Tischen, die die typischen Elemente des Allgäus wiederspiegelten, servierten die zehn angehenden Hotel- und Restaurantfachleute unter den strengen Augen der Prüfer beispielsweise eine geräucherte Forelle an Waldorfsalat, ein Filet vom Allgäuer Bachsaibling mit Salbei-Nussbutter und zum Dessert ein Topfenmus mit Zwetschgenröster und Apfelsorbet. 

Die Anspannung war den Teilnehmern bereits am Vormittag in den Gesichtern abzulesen, als sie sich im Klassenzimmer dem theoretischen Teil des Wettbewerbs unterzogen. Im Anschluss begannen die Köchinnen und Köche mit der Zubereitung ihres 3-Gänge-Menüs für acht Personen. Die Hotelfachleute überprüften unterdessen ein Hotelzimmer auf Fehler und erteilten an der Rezeption einem ausländischen Gast Auskunft in englischer Sprache. An der Bar mixten die drei Restaurantfachleute einen Cocktail und begrüßten anschließend den Englisch sprechenden Gast im Restaurant zu einem Service-Gespräch in dessen Muttersprache. Beim anschließenden Eindecken der Festtafel zeigten die Prüflinge, dass sie gelernt hatten, sorgfältig und genau zu arbeiten,wenn sie kritisch von allen Seiten Symmetrie und Vollständigkeit ihres Tisches kontrollierten. Zumindest bei den Köchen fiel die erste Anspannung ab, als die Schauteller mit ihren Menüs beim Empfang der Gäste zu bestaunen waren. 

Schulleiter Dieter Friede betonte, dass der Schulwettbewerb ein Wettbewerb für die Schüler sei, in dem sie ihr Können unter Beweis stellen und den sie als Härtetest für die Prüfung erleben. Der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser hob heraus, dass die gastronomischen Berufe, deren Ausbildungszahlen so niedrig seien wie noch nie, „ganz wichtig für die Weiterentwicklung der Region“ seien: „Man muss in Kontakt mit den Schulen kommen, um für die Gastronomie Interesse und Begeisterung zu wecken“, so Kaiser. Fachbetreuer Manfred Ecker versteht den Schulwettbewerb „als ein Forum, der heimischen Gastronomie etwas Gutes zu tun aber auch als Rahmen, dass sich die Besten über das Normale hinaus präsentieren und einbringen.“ 

Die Sieger fahren im kommenden Jahr zum internationalen Gastronomie-Wettbewerb nach Ungarn und zu den Bayerischen Meisterschaften nach München.

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