"Starker Motor Tourismus" beim schwäbischen Gipfeltreffen auf dem Fellhorn

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Tourismusgipfel auf dem Fellhorn mit Dirk Schoppmann (von links), von der Initiative proAllgäu, dem Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, Augustin Kröll, Fellhornbahn GmbH, Gastgeber Klaus Holetschek, Tourismusberaterin Elisabeth Hiltermann, Staatssekretär Franz Josef Pschierer, dem Oberstdorfer Bürgermeister Laurent Mies, Christian Dosch von Allgäu Digital sowie Bernhard Joachim, Geschäftsführer Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben.

Oberstdorf– In luftiger Höhe auf dem Fellhorn fand der 3. Schwäbische Tourismusgipfel statt, der sich als „Denkfabrik“ des Tourismusverbands Allgäu/Bayerisch-Schwaben versteht. Die Chancen und Herausforderungen der touristischen Zukunft wurden von verschiedensten Seiten beleuchtet .

So beschrieb zum Auftakt Gastgeber Klaus Holetschek die hervorragenden Tourismuszahlen der Region mit dem neuen Rekord von fast 20 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 und einem touristischen Gesamtumsatz von über fünf Milliarden Euro. Gleichzeitig betonte der Vorsitzende des Tourismusverbands die enorme Bedeutung der Tourismusförderung sowie politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen, um diese Spitzenstellung aufrechterhalten und die Wertschöpfung weiter steigern zu können.

Virtuelles Eintauchen in die Schönheiten vor Ort

Bayerns Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Franz Josef Pschierer hob in seinem Impulsreferat hervor, der Freistaat habe mit der PremiumOffensive Tourismus und „DigitalBonus“ zwei neue Programme aufgelegt, um den Wirtschaftsfaktor Tourismus nachhaltig zu stärken, seine Qualität kontinuierlich zu verbessern und das digitale Angebot weiter zu steigern. „Der heutige Gast erwartet neben dem realen Urlaubserlebnis eine umfassende digitale Begleitung: Sowohl im Vorfeld als auch während und nach seinem Aufenthalt, sei es bei der Buchung, der Bezahlung oder auch dem virtuellen Eintauchen in die Schönheiten vor Ort“, so Franz Josef Pschierer vor rund 65 Gipfel-Teilnehmern.

Spielfeld mit Potential für kreative Start-Ups

Christian Dosch, Projektleiter Allgäu Digital beim neu gegründeten Digitalen Zentrum Schwaben, beschrieb die Bandbreite, wie touristische Live-Erlebnisse durch digitale Tools erweitert werden könnten: „Sei es der Stadtrundgang, der historische Ansichten virtuell integriert, die Radtour-App, die Empfehlungen für Unterkünfte ausspricht, mobile Games, die Wartezeiten am Skilift überbrücken oder digitale Gästekarten, die alle Bezahlprozesse abwickeln – hier eröffnet sich ein Spielfeld mit großem Potential für kreative Start-Ups.“ Allgäu Digital verstehe sich als Freiraum und Netzwerk für die Entwicklung digitaler Geschäftsideen im regionalen Bereich.

Starke Klammer und starke Motoren

Dass die Vernetzung aller Kräfte elementar wichtig ist, betonte auch Elisabeth Hiltermann von der Tourismusberatung Kohl & Partner in ihrem Referat zum Thema „Tourismusdestination 2030“. Die Destinationsorganisation sei dabei die starke Klammer: „Der Erfolg einer Destination geht immer vom Zusammenspiel und der Summe starker Persönlichkeiten vor Ort aus – primär von den Betrieben. Gute Betriebe werden durch eine gute Destinationsorganisation erfolgreicher – und umgekehrt,“ so die Expertin des renommierten Beratungsunternehmens.

Dass die Hotellerie und speziell im Allgäu auch die Bergbahnen als „Motoren des Tourismus“ fungieren, wurde beim Tourismusgipfel mehrfach betont. Dirk Schoppmann, Geschäftsführer proAllgäu, machte deutlich, dass er sich dabei breitere Unterstützung wünschen würde: „Die Hotellerie ist in einer Destination stärkster Treiber der touristischen Entwicklung, von der auch Handwerk und Handel enorm profitieren. Voraussetzung dafür bleibt eine offensive, impulsgebende und konstruktive Unterstützung durch die kommunalen politischen Mandatsträger. Das lässt mancherorts zu wünschen übrig.“

Der Geschäftsführer der Fellhornbahn GmbH, Augustin Kröll, betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Seilbahnen als Wirtschaftsfaktor für die Region. So sichere ein Arbeitsplatz bei der Berg­bahn fünf weitere ganzjährige Arbeitsplätze in anderen tourismusnahen Branchen. Außerdem steige bei Investitionen der Bergbahnen auch die Investitionsbereitschaft seitens anderer touristischer Leistungsträger, was sich positiv auf die gesamte Region auswirke.

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