Vor schwierigen Zeiten

Neuwahlen beim Oberallgäuer Gemeindetag

Zusammen mit Cornelia Hesse (Mitte) von der Geschäftsstelle des Bayerischen Landkreistages verabschiedete der neu gewählte Kreisverbandsvorsitzende des Oberallgäuer Gemeindetages Thomas Eigstler (rechts) die „alten Hasen“ im Gemeindetag, Dieter Fischer (von links) und Oliver Kunz, sowie den ehemaligen Landrat Anton Klotz.Foto: Josef Gutsmiedl

Oberallgäu – Mit Schwung durchstarten will der Kreisverband Oberallgäu des Bayerischen Gemeindetages. Mit der jüngsten Kommunalwahl schieden einige Bürgermeister als Vertreter ihrer Kommunen im Gremium aus, andere kamen neu hinzu; die Vorstandschaft wurde in der konstituierenden Sitzung in Sonthofen neu gewählt. Kreisverbandsvorsitzender ist jetzt Bürgermeister Thomas Eigstler aus Wiggensbach.

Worauf sich die gut 2 000 Mitgliedskommunen des Bayerischen Gemeindetages als Dachverband der Landkreis-Gemeindetage werden einstellen müssen, skizzierte Cornelia Hesse von der Geschäftsstelle in München: Die Steuerausfälle im Gefolge des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lockdowns während der Pandemie-Eindämmung würden die Kommunen schnell „einholen“. Hesse schätzt die Mindereinnahmen aus der Gewerbe- und Einkommensteuer für die bayerischen Gemeinden auf rund 2 Milliarden Euro. Dem Kreisverband Oberallgäu gehören die 28 Landkreiskommunen an, sowie zwei Verwaltungsgemeinschaften und zwei Zweckverbände.

Viele Themen

Landrat a.D. Anton Klotz würdigte in seinem Rückblick auf seine 30-jährige kommunalpolitische Tätigkeit – zunächst als Bürgermeister, später als Landrat – die „höchste Kompetenz“ mit der der Bayerische Gemeindetag „seine“ Kommunen begleitet habe. „Viele Themen wurden gemeinsam gut bewältigt.“ Eine ganze Reihe von Herausforderungen habe man zu guten Lösungen geführt. Er, Klotz, sei optimistisch, dass das neu besetzte Gremium „die neue Zeit“ ähnlich gut meistern werde. Klotz appellierte, die Angebote des Bayerischen Gemeindetages zu nutzen.

Neuwahl

Die bisherige Verbandsführung mit Vorsitzendem Oliver Kunz (Rettenberg) und Dieter Fischer (Burgberg) schied mit der Auftaktsitzung nach der Kommunalwahl aus dem Gremium aus. In der Neuwahl der Verbandsspitze wählte der Oberallgäuer Kreisverband des Gemeindetags den Wiggensbacher Bürgermeister Thomas Eigstler zum Vorsitzenden. Stellvertreter ist jetzt Bürgermeister Martin Beckel aus Oberstaufen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Toni Barth (Kassier / Buchenberg), Gerhard Hock (Schriftführer / Durach), sowie die vier Beisitzer Dr. Sabine Rödel (Bad Hindelang), Renate Deniffel (Wildpolds- ried), Roland Helfrich (Betzigau) und Klaus King (Oberstdorf).

„Premiere“ auch für die neue Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller. Die Corona-Pandemie werde ein „Mega-Thema“ für die Gemeinden, fürchtet sie. Das werde zweifellos Auswirkungen auf die finanzielle Ausstattung der Landkreise und der Kommunen mit sich bringen. Desweiteren werde man sich verstärkt mit den Bereichen ÖPNV, Digitalisierung und Ökologie befassen. „Alles unter den erschwerten Bedingungen.“ Sie hoffe auf ein gutes Miteinander mit den Kommunen und dem Oberallgäuer Gemeindetag. Von ihrem Vorgänger im Landratsamt, Anton Klotz, habe sie „ein gut bestelltes Haus“ übernommen, so die neue Oberallgäuer Landrätin Baier-Müller in ihrer Vorstellung.

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