Shorttrack-Sportler Luca Löffler macht das Beste aus der »besonderen Situation«

Im Lockdown und in Top-Form

Luca Löffler vom EC Oberstdorf
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Luca Löffler vom EC Oberstdorf hofft, dass er seine Top-Form bei der EM ausspielen kann.

Oberstdorf – Die große Shorttrack-Hoffnung des EC Oberstdorf, Luca Löffler, berichtet im Kreisbote-Interview über „seine“ Vor- und Nachteile aus der Corona-Pandemie. Der 22-jährige Oberstdorfer spricht über aktuelle Wettkampfabsagen, mögliche Ersatztermine, die bevorstehende EM in Polen, seine Sponsorensuche und warum die Pandemie zumindest auf sein Studium positive Auswirkungen hat.

Im Oktober 2020 hast du uns einen Einblick in den Saisonstart und die Planungsunsicherheit in Bezug auf Wettkämpfe gegeben. Hat sich seitdem etwas geändert?

Luca Löffler: Nein, wir hatten leider immer noch keine Wettkämpfe. Alle Weltcups und internationalen Wettkämpfe wurden abgesagt oder auf nationaler Ebene veranstaltet.

Stehen durch den verlängerten Lockdown und die Beschränkungen auch die Europameisterschaft und der Heimweltcup in Dresden auf der Kippe?

Löffler: Die Europameisterschaft in Gdansk soll laut aktueller Ausschreibung ausgetragen werden. Allerdings muss seitens unseres Verbandes ein Hygienekonzept erstellt werden, damit wir sicher dort hinreisen können. Das Training ist auf diese EM ausgerichtet und wir sind zuversichtlich, dass wir als ganzes Team dort hinreisen dürfen. Die Weltcup-Wettbewerbe in Deutschland wurden bereits abgesagt, allerdings werden momentan neue Veranstalter gesucht.

Wie hältst du trotz der zahlreichen Absagen deine Spannung und Motivation hoch?

Löffler: Für mich ist es sehr schade, dass es noch keine Wettkämpfe gab, da ich momentan auf einem sehr guten Leistungsniveau bin. Allerdings hat es auch Vorteile. Ich kann mir beispielsweise Zeit nehmen, um bereits eingeschliffene, technische Punkte auszubessern oder neue Kufen zu testen.

Welche Veränderungen gibt es diesen Winter für dich? Hast du materialtechnisch etwas umgestellt oder arbeitest du vielleicht mit neuen Sponsoren zusammen?

Löffler: Ich habe beim Material nichts umgestellt, da es gerade super läuft! Allerdings bin ich dank neuer Kufen und Schleifsteine schon bestens auf eventuell kommende Wettkämpfe vorbereitet. Nach neuen Sponsoren bin ich momentan auf der Suche. Es wäre toll, jemanden zu finden, der Lust hat, Shorttrack in Deutschland zu unterstützen und Spaß an der rasanten Sportart findet.

Wie läuft dein Wirtschaftspsychologie-Studium an der Hochschule für angewandtes Management in Berlin zu Corona-Zeiten?

Löffler: Das Studium läuft gut. Alle Vorlesungen sind beendet, und ich muss nun beginnen, mich auf die nächsten Prüfungen vorzubereiten. Leider sind die in diesem Semester besonders anstrengend und lernintensiv. Durch die aktuelle Situation habe ich allerdings auch etwas mehr Zeit dafür. Das Semester hat vollständig online stattgefunden, so dass ich mir die Vorlesungen nach dem Training anschauen konnte und nichts verpasst habe. Normalerweise habe ich zwei Präsenzwochen in Berlin pro Semester und trainiere während dieser Zeit dort am Stützpunkt.

Hast du einen Trainingspartner, wenn du in Oberstdorf bist oder arbeitest du deine Pläne alleine ab?

Löffler: Über Weihnachten hatten wir eine Woche frei, in der ich natürlich in Oberstdorf bei meiner Familie war. Dort trainiere ich meist alleine, was bei Imitationen auch gut funktioniert. Seit Ende Dezember sind wir aber wieder voll im Training für die EM-Vorbereitung.

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