Sichere Schnellschüsse

Schon auf dem Weg ein "Klassiker" zu werden ist der traditionelle CISM-Schießwettbewerb in Sonthofen. Ausrichter ist die Sportfördergruppe der Bundeswehr Sonthofen und Schauplatz ist die hochmoderne Schießanlage im Ortsteil Winkel. Heuer war es das Team der Norwegischen Streitkräfte, das mit vier Medaillen - davon zwei Goldmedaillen - und den Titeln für das beste Mannschaftsergebnis und den besten Turnierschützen die Heimreise antreten konnte.

„Ein hochkarätig besetzter Wettbewerb", kommentierte Bundestrainer Srabsfeldwebel Rudolf Krenn das Schießen in Sonthofen. Diesmal waren unter den neun Teams sogar die US-Streitkräfte vertreten, deren Mannschaft wenige Tage zuvor bei einem Weltcup-Wettkampf in München ihre Stärke bewiesen hatte. Das CISM-Schießen im Allgäu hatten die Mannschaft kurzerhand in den Terminplan eingeschoben. Krenn freute sich über die Turnierneulinge mit Weltklasse-Schützen, die den traditionellen Wettbewerb bereicherten: „Da sind Olympia- und Weltcup-Teilnehmer dabei, Weltklasse-Leute." Tatsächlich verfehlte zum Beispiel Eric Uptagrafft mit 573 Punkten nur knapp den Weltrekord beim 300-Meter Schnellfeuer. Schon so etwas wie alte Bekannte für die Organisatoren bei der Sportfördergruppe Sonthofen sind dagegen die Gewehrschützen aus Norwegen, Österreich und der Schweiz. In diesem Jahr waren es die Skandinavier, die den Favoriten aus Österreich die Schau stahlen. Sowohl im Dreistellungskampf als auch im Militärischen Schnellfeuer kam das Team aus Norwegen auf Platz 1. Das reichte dann „locker" zum Titel „Beste Turnier-Mannschaft". Zudem sicherte sich Thore Larsen den Titel „Bester Gewehrschütze" mit 1150 Ringen. Nicht ganz mithalten konnte das Aufgebot der Bundeswehr. „Wir befinden uns mit der Mannschaft in einer Umbruchphase", meinte Rudolf Krenn. Altbewährte Schützen mussten passen, und mit Oberfähnrich Frank Sprick und Stabsunteroffizier Tobias Gauster waren zwei Neulinge angetreten. „Die beiden haben sich gut geschlagen, brauchen aber noch viel mehr Wettkampferfahrung", so Krenns Fazit. Die körperliche wie nervliche Belastung bei einem derartigen Leistungsvergleich sei doch enorm. Einen lebendigen Eindruck von der Anspannung des Schießwettbewerbes verschaffte sich auch Oberst aMichael Teckentrup, der Kommandeur der Sportschule der Bundeswehr. Zum ersten Mal beobachtete Teckentrup die heiße Phase beim Schnellfeuer-Wettkampf: „Das ist eine Riesenleistung unter diesem Zeitdruck noch reihenweise 10-er zu treffen." Die „kleine" Zielscheibe mit dem Durchmesser von nur einem Meter steht 300 Meter entfernt. Beeindruckt war der Schulkommandeur auch von der Schießanlage in Sonthofen-Winkel, die die Abwicklung eines solchen Wettkampfs erst ermöglicht. Mit der neuen Auswerteanlage können jetzt die Treffer praktisch zeitgleich mit dem Schuss auf dem Großbildschirm dargestellt werden. Das erlaubt Zuschauern aber auch Betreuern und Trainern einen stets aktuellen Überblick über die Situation auf den Schießbahnen. Und mit neun Nationen am Start, war vier Tage lang „was los“ auf der Schießanlage: Krenn hatte trotz modernster Auswertemöglichkeit alle Hände voll zu tun.

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