Safety Day des DSV im Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand

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Schon die Kleinsten waren beim DSV Safety Day dabei, auch im „Lawinenfeld“ bei der Suche nach „Verschütteten“.

Das Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand setzt, nicht zuletzt mit der Gastronomie am Adlerhorst und der neuen Familienabfahrt (wir berichteten) auf Skifahren für Familien und Genießer. Daher wird auch das Thema Sicherheit bei den Oberstdorf · Kleinwalsertal Bergbahnen groß geschrieben.

Anfang März war der DSV Safety Day zu Gast im größten deutsch-österreichischen Skigebiet. Die Stiftung „Sicherheit im Skisport“, kurz SIS, ist eine Stiftung des Deutschen Skiverbandes (DSV). Die Stiftung kümmert sich um den Freizeit-Wintersportler und ergreift und fördert konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit im Skisport. Unter anderem wird das Prädikat „Geprüftes Skigebiet“ vergeben. Damit soll der Skibetrieb in deutschen Gebieten noch sicherer gemacht werden und das Prädikat soll eine wertvolle Orientierungshilfe bieten. Auch dem Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand wurde dieses Prädikat vergeben.

Mit rund 270 Frauen und Männern der Skiwacht unterstützt die SIS zudem die Berg­bahnbetreiber in 61 großen deutschen Skigebieten aktiv in Sachen Sicherheit. Neben täglichen Pistenchecks sollen durch präventive Maßnahmen Unfälle verhindert werden.

Seit einigen Jahren zählt der „DSV Safety Day“ zu einem festen Bestandteil des Maßnahmenpakets. Neben dem Arber- und dem Spitzingsee-Gebiet zählt das Familienskigebiet Fellhorn/Kanzelwand zu den Austragungsorten des Aktionstages.

An vier verschiedenen Stationen konnten große und kleine Skicracks ihr Können unter Beweis stellen, aber auch die ein oder andere Überraschung erleben. In einem Sicherheitsparcours galt es, gekonnt und sicher die vorgegebene Route zu absolvieren. In einem künstlich angelegten „Lawinenfeld“ musste ein „Verschütteter“ per Lawinensuchgerät, und Sonde gefunden und mit Hilfe der Lawinenschaufel ausgegraben werden.

Für die größte Überraschung sorgten Geschwindigkeits- und Bremsweg-Check. Nach etwa 20 Metern Abfahrt musste punktgenau die Bremsung eingeleitet werden. Kaum einer hatte zuvor damit gerechnet, dass der Bremsweg auf dem weißen Untergrund tatsächlich bis zu 15 Meter betragen kann!

An der Geschwindigkeits-Station galt es dann auf einer vorgeschriebenen Strecke sein Tempo richtig einzuschätzen. Gerade hier lagen viele Teilnehmer weit daneben und zeigten sich im Anschluss überrascht über das Ergebnis. Bereits die Kleinsten haben nach kurzer Distanz Geschwindigkeiten von 30 bis über 40 km/h erreicht.

„Wir wollen die Skifahrer in erster Linie sensibilisieren. Wenn man sich überlegt, dass es keine Knautschzone gibt und die Aufprallmatten an Liftpfeilern zum Beispiel für gerade mal 25 km/h Aufprallgeschwindigeit ausgelegt sind, kann ein Unfall fatale Folgen haben“, beschreibt Tilman Brenner, verantwortlich für die Durchführung des Aktionstages, den Zweck dieser und der anderen Stationen.

Der „DSV Safety Day“ hat am Fellhorn wieder viele interessierte Freizeitsportler angelockt und wird auch im kommenden Jahr fester Bestandteil der Idee eines sicheren Familienskigebiets für Genießer sein.

Björn Ahrndt

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