Mit Mehrwert auf die Piste

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Komfort bringt das Skigebiet Gunzesried-Ofterschwang nach vorne.

Balderschwang/Ofterschwang - Unter den getesteten Skigebieten in Deutschland ist Skifahren nirgends sonst sein Geld so wert wie in Balderschwang und Ofterschwang im südlichen Oberallgäu: Die Skigebiete in den beiden Hörnerdörfern schafften es jetzt im Skipassindex 2013/14 des ADAC deutschlandweit auf die ersten Plätze.

Und selbst europaweit kann Balderschwang locker mithalten: Hier sahnte das Skigebiet hoch oben am Riedbergpass die Vizekrone ab. Ofterschwang schaffte ebenfalls den Sprung in die europäische Top-Ten und erzielte dort Rang neun. Insgesamt hatten die Experten in 100 Skigebieten in den Alpen, den Mittelgebirgen, Osteuropa und Skandinavien genau hingesehen. Unter die Lupe genommen wurden Qualität und Vielfalt der Pisten, der Komfort der Seilbahnen, der Platz auf den Pisten sowie die Schneesicherheit. 

Diese Faktoren wurden anschließend dem Skipasspreis für einen Tag gegenübergestellt. Zunächst ein Blick auf Deutschlands Spitzenskigebiet Balderschwang: Hier kostet der Tagesskipass überschaubare 27 Euro. Dem gegenüber stehen 78 Hektar Pistenfläche zwei Sesselbahnen und neun Schlepplifte. Lobend erwähnen die ADAC-Tester die geringen Wartezeiten am Morgen, viel Platz auf den Pisten und die kostenfreien Parkplätze an der Tatstation. 

Eine Rolle spielte sicherlich auch, dass Schneesicherheit in Balderschwang so gut wie garantiert ist: Das kleine Bergdorf liegt unweit der Grenze zum Bregenzer Wald in Vorarlberg auf 1044 Metern Höhe und wird gerne auch „Bayerisch Sibirien“ genannt. Die zwei Siegerkronen des ADAC sind übrigens nicht die einzigen Auszeichnungen, mit denen sich Balderschwang seit dieser Wintersaison schmücken darf: Das Portal www.skigebietest.de hatte das dortige Skigebiet 2013 bereits mit dem Prädikat „Top für Familien“ ausgezeichnet. Auf Platz zwei im deutschlandweiten ADAC-Vergleich schafften es die Bergbahnen GO! Ofterschwang/Gunzesried. Der Tagesskipass kostet aktuell 33,50 Euro. Skifahrer und Snowboarder kommen dafür in den Genuss von 55 Hektar Piste und sechs topmodernen Bergbahnen sowie Liftanlagen. 

Die ADAC-Tester loben vor allem die hohe maschinelle Beschneiungskapazität, die schnellen Bergbahnen sowie – damit einhergehend – die geringen Wartezeiten am Morgen. Von nichts kommt nichts: Die Bergbahnen hatten in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen und in Qualität, Komfort und Schneesicherheit investiert. So entstand 2010 in Ofterschwang mit dem Speicherteich „Gaisrücken“ der größte Speicherteich überhaupt in Deutschland mit einem Fassungsvermögen von 106000 Kubikmeter Wasser. 

Und auch 2013 wurde kräftig modernisiert: 16 Millionen Euro flossen in den Ausbau des Zwei-Täler-Skigebiets. Von Gunzesried aus können Gäste seit dieser Saison statt im Schlepplift bequem mit Kabinenbahnen für bis zu acht Personen bis zur Bergstation hinter dem Weltcup-Express fahren. Ersetzt wurde zudem der Schlepplift zum Gipfel durch eine Sechser-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben. Und: Nur wenige Meter von den Bergstationen entfernt entstand ein neues Kinderland. Dies ist übrigens nicht die einzige Investition in diesem Jahr in den Wintertourismus der Hörnerdörfer: Für 8,5 Millionen ersetzte auch die Hörnerbahn in Bolsterlang 2013 den Schlepplift auf den Weiherkopf durch eine moderne Sechser-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben. 

Gleichzeitig wurde die Beschneiung im Skigebiet weiter ausgebaut und es wurden zusätzliche, kostenlose Parkplätze geschaffen. Die Hörnerbahn wurde wie die anderen Skigebiete der Hörnerdörfer in Grasgehren und Fischen nicht getestet.

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