Startschuss für Sanierung der Skiflugschanze in Oberstdorf

Bald wieder fit für die Zukunft

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Symbolik am Modell der Flugschanze mit Falknerin Gabi Walter (von links) und ihrem Adler „Paco“, Architekt Hans-Martin Renn und den Skispringern Karl Geiger, Michael Neumayer und Katharina Althaus.

Oberstdorf – Weltweit gibt es nur fünf Skiflugschanzen – die Oberstdorfer Anlage wird derzeit für die Weltmeisterschaft 2018 generalsaniert. Während im Hintergrund schon die Bagger arbeiteten und Banden und Sessellift so gut wie abgebaut sind, versammelte sich Prominenz aus Politik und Sportwelt zu einer Feierstunde, um das offizielle Startzeichen für die Sanierung zu geben. Mit den Hoffnungswünschen, bis zum Wettkampfauftakt alles in trockenen Tüchern zu haben.

Der Zeitplan ist sportlich ambitioniert – bis zum Winter muss der Umbau fertig sein, damit im Februar 2017 die Generalprobe stattfinden kann. Für insgesamt 11,7 Millionen Euro werden Schanzenprofil und Anlaufspur verändert und der Auslauf erweitert. Hinzu kommen ein neuer Sprungrichterturm, ein Schrägaufzug als Ersatz für den alten Sessellift und weitereVerbesserungen der Ausstattung. Der Weg sei nicht einfach gewesen, besonders was die Finanzierung betreffe, betonten mehrere Redner. Die Mittel waren nicht aus der normalen Sportförderung sondern nur über einen besonderen Haushaltstitel zu stemmen. „Allein von Oberstdorf ist die Aufgabe nicht zu schaffen gewesen“, bedankte sich Bürgermeister Laurent Mies bei Bund, Land und Landkreis und allen Anderen, die mitgeholfen hatten, das gemeinsame Förderprojekt auf die Beine zu stellen. Die Schanze habe sporthistorische Bedeutung – darum sei es notwendig, die einmalige architektonische Anlage immer auf den neuesten Stand zu bringen.

„Die Welt schaut auf diese Ski­flugschanze“, betonte Staatsekretär Gerhard Eck vom Bayerischen Innenministerium. Der Sport sei ein Segen für die Gesellschaft – darum sei kein Euro zuviel, der in den Sport investiert werde. Von einer „komplizierten Aufgabe und Unwägbarkeiten“ sprach Architekt Hans-Martin Renn. Gerade erst seien von der FIS noch Korrekturen im Auslaufbereich genehmigt worden. „Nun heißt es Augen zu und durch“, hofft er, dass Wetterkapriolen keinen Strich durch den Zeitplan machen.

Um Spitzensport in Oberstdorf auch in Zukunft gewährleisten zu können, sei man verpflichtet, alle Kräfte zu bündeln, so Landrat Toni Klotz. Er nannte das Projekt „einen Leuchtturm, der für das ganze Allgäu von Bedeutung ist“. Um den Tourismus zu fördern und auszubauen, sei es gerechtfertigt öffentliche Gelder einzusetzen. Manfred Baldauf – Präsident des Bayerischen Skiverbandes – freut sich schon auf gute sportliche Wettkämpfe auf der neuen Schanze. „Es ist wichtig, das Projekt Flugschanze wieder auf den Weg gebracht zu haben“, meinte Peter Kruijer, Präsident des SC Oberstdorf.

Heinrich Bonert

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