Christoph 17 darf in Durach bleiben

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Der Rettungshubschrauber Christoph 17 darf dauerhaft in Durach stationiert werden. Das Luftamt Südbayern gab grünes Licht zur Anlage und den Betrieb eines Hubschraubersonderlandeplatzes mit Luftrettungsstation zur Unterbringung des Hubschraubers. Nun fehlt nur noch das „Ja“ des Landratsamtes zum Bau.

Das Luftamt Südbayern, ein Sachgebiet der Regierung von Oberbayern, hat der Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH die Anlage und den Betrieb eines Hubschraubersonderlandeplatzes mit Luftrettungsstation (Dienstgebäude mit Hangar) zur dauerhaften Unterbringung des Rettungshubschraubers Christoph 17 genehmigt. Außerdem sagte die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) zu, die in Höhe von 5,7 Millionen Euro veranschlagten Investitionskosten zu übernehmen.

Erleichtert über diese Entscheidung ist der Vorsitzende des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle: „Ich bin froh, dass wir nun nach einer so langen Zeit schwieriger Diskussionen und intensivster Bemühungen fachlich den besten Standard für die Luftrettung im Allgäu am richtigen Standort auf Dauer gewährleisten können. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für die Erarbeitung einer optimalen Planung.“

Der Oberallgäuer Landrat Toni Klotz betont: „Ich bin überzeugt, dass wir am Flugplatz in Durach den für Alle richtigen Standort gefunden haben. Es ist uns gelungen, gesamtverantwortlich sowohl an die zu denken, die in einer Notlage der Rettung durch unseren Christoph 17 bedürfen, wie auch an die Duracher Bevölkerung, die durch den Flugbetrieb sicherlich eine gewisse Belastung in Kauf nehmen muss. Ich danke daher der Gemeinde für ihre verantwortungsbewusste Zustimmung.“

Für die Projektverantwortlichen der Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH kommt der stellvertretende Geschäftsführer Martin Langenmaier zu dem Schluss, dass „es uns durch die intensive Einbindung Aller und das konsequente Abarbeiten sämtlicher geltend gemachter Forderungen gelungen ist, eine hochmoderne und zukunftssichere Luftrettungsstation zu konzipieren.“

Für die weitere Umsetzung ist die bauaufsichtliche Genehmigung durch das Landratsamt Oberallgäu erforderlich. Das hierfür notwendig Antragsverfahren wurde bereits eingeleitet. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für das Jahr 2018 geplant.

Die Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau hat im Auftrag des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu die Projekt- und Maßnahmenträgerschaft für die dauerhafte Stationierung des Allgäuer Rettungshubschraubers übernommen und über mehrere Jahre hinweg mit dem Planungsbüro „Sigmaplan“ aus Weimar sowie einschlägigen Gutachtern, den Betriebsverantwortlichen und den Rettungsspezialisten im Allgäu eine Antragsplanung erarbeitet, die eine endgültige Lokalisierung der allgäuweit wichtigen Luftrettungsstation in Durach vorsieht.

Dem Antrag der Sozialbau lag der Beschluss des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu (ZRF) als zuständigem Aufgabenträger nach dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz zugrunde, dass die Luftrettung in der Versorgungsregion Allgäu nach dem Rückbau des früheren Bodenlandeplatzes am Klinikum Kempten möglichst am Standort des Verkehrslandeplatzes in Durach fortgeführt werden soll.

Die Station in Durach wird vom Bayerischen Roten Kreuz unter anderem mit seinem rettungsdienstlichen Personal und den Notärzten zusammen mit Piloten der Bundespolizei, die außerdem den Hubschrauber zur Verfügung stellt, gemeinschaftlich betrieben.

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