Attraktiver Vorplatz

Sonthofen: Die Kirchstraße soll »würdiges Umfeld« für Stadtmuseum werden

Pläne Stadtmuseum
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Eine attraktive „Ecke“ soll der Eingangsbereich des neuen Stadtmuseums werden.

Sonthofen – Der Bau- und Umweltausschuss des Sonthofer Stadtrates befasste sich erneut mit der Planung der Verkehrsanlagen im Umfeld des neuen Museums.

Gut voran kommen die Bauarbeiten für das neue Stadtmuseum; inzwischen läuft bereits der Innenausbau. Jetzt befasste sich der Bau- und Umweltausschuss des Sonthofer Stadtrates erneut mit der Planung der Verkehrsanlagen im Umfeld des neuen Museums.

„Ziel ist es, ein würdiges Umfeld“ zu schaffen, brachte Franz Friedberger, Chef des Fachbereichs Gebäudemangement der Stadt auf den Punkt. Und Andreas Kicherer vom Planungsbüro OK Landschaft beschreibt die Zielrichtung ganz ähnlich:

Barrierefreiheit soll berücksichtigt werden

„Einen großzügigen Raum schaffen, der die Gebäude besser zur Geltung bringt.“ Bislang nämlich zeige sich das Umfeld des künftigen Stadtmuseums wenig attraktiv: enge Wegeführungen, triste Perspektiven, viele Stückwerk, kurz: „Viele Gegebenheiten, die dem Museum nicht entgegenkommen.“ Auch Aspekte der künftigen Barrierefreiheit sollen bewusst aufgegriffen werden.

Unterm Strich sieht Kicherer in den Planungen, die vor allem die Kirchstraße betreffen, eine „Korrektur der vergangenen 50 Jahre“, wo man gemeinhin dem Autoverkehr Platz eingeräumt habe. Jetzt gelte es die Bedürfnisse der Fußgänger und Radfahrer zu betonen, den Durchgangsverkehr mit gestalterischen Mitteln zu verlangsamen, Konflikte der Verkehrsteilnehmer in ein Miteinander zu überführen.

Raum für Veranstaltungen

Im Eingangsbereich des Stadtmuseum sieht die Planung eine ausreichende Bewegungs- und Aufenthaltsfläche für den Besucherverkehr vor. Die Planung lasse auch Raum für Veranstaltungen des Museums im Freien zu. Um ein entsprechende Umfeld zu bieten, dürfe die Freianlage nicht an der Gehsteigkante enden, sondern auch Teilbereiche der Straße mit einbeziehen.

Das Planungsbüro setzt dabei auf Pflasterung in verschiedenen Ausführungen, die abgrenzen ohne Hindernisse und scharfe Übergänge zu schaffen. Den Einwand von Stadtrat Florian Buhl (CSU), ob dabei nicht zu viel Fläche versiegelt werde, ließ Kicherer nicht gelten. Auch wenn der Eindruck vielleicht täusche, mehr Fläche als bisher werde nicht versiegelt.

Kein Kopfsteinpflaster

Und bei der Materialauswahl werde es sich nicht um das bekannte grobe Kopfsteinpflaster handeln, zerstreute Kicherer die Bedenken von Katharina Martin (CSU). „Das macht heute keiner mehr“, so Kicherer. Vielmehr werde man feineres Material einbauen, das deutlich kleinere Fugen erlaube und eine plane, glatte Oberfläche bilde.

Die Kosten der Verkehrsanlagen-Neugestaltung sollen sich auf rund 336.000 Euro belaufen, einschließlich knapp 100.000 Euro für Tiefbauarbeiten. Dafür schaffe man „eine tolle, zukunftsweisende Freianlage“, so Christoph Stöberl, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung/Stadtplanung.

Im einstimmigen Beschluss des Ausschusses wird die Verwaltung beauftragt, weitere Schritte in die Wege zu leiten, damit die Neugestaltung der Verkehrsanlagen gemeinsam mit den Freianlagen im kommende Frühjahr erfolgen kann

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