Ingrid Fischer ist Dritte Bürgermeisterin

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Sonthofens 2. Bürgermeister Harald Voigt und 3. Bürgermeisterin Ingrid Fischer – hier am Abend der Kommunalwahlen im Landratsamt.

Sonthofen – Vergangenen Montag fand die konstituierende Sitzung des neuen Sonthofer Stadtrates statt. Erstmals in ihrer Geschichte hat die Kreisstadt mit Ingrid Fischer nun eine Frau als 3. Bürgermeister. Zahlreiche Zuhörer wohnten der Sitzung bei.

Einen Appell um Toleranz, Solidarität und gegenseitige Rücksichtnahme richtete 1. Bürgermeister Christian Wilhelm an die Bürgerinnen und Bürger Sonthofens. So könnten viele der Herausforderungen, die vor der Kreisstadt lägen, leichter gelöst werden. Wilhelm selbst versprach, offen für Anliegen und Anregungen von allen Seiten zu sein. Er sehe sich als Bindeglied zwischen Stadtrat, Verwaltung und Bürger. Er hoffe, dass der Stadtrat in seinen Entscheidungen die knappen Finanzmittel der Stadt strategisch einsetzen und fair und sachlich miteinander umgehen werde. Schließlich habe sich gezeigt, dass gerade auf kommunaler Ebene eine parteiübergreifende Zusammenarbeit die besten Ergebnisse erziele. Auch versprach er, sich für die Förderung von Wirtschaft, Familie und Bildung einzusetzen und die sozial Schwächeren zu unterstützen.

Bevor der neue Stadtrat tatkräftig in seine Amtszeit starten konnte, musste er zunächst noch einige grundlegenden Aufgaben bewältigen. So wurden in der konstituierenden Sitzung die neuen Stadtrats- mitglieder – 16 an der Zahl – vereidigt.

Eine kleine Überraschung gab es bei den Wahlen zum 2. und 3. Bürgermeister, schlugen die Freien Wähler doch Christian Lanbacher als Gegenkandidaten zu Harald Voigt (CSU) vor. Voigt konnte sich jedoch klar mit 21 zu 9 Stimmen durchsetzen. Mit einem ebenso eindeutigen Ergebnis (20 zu 10 Stimmen) wurde Ingrid Fischer (Grüne) vor Petra Müller (FW) zur 3. Bürgermeisterin gewählt.

Verabschiedete der neue Stadtrat seine Geschäftsordnung ohne Diskussionen, gab es vor der Abstimmung über die „Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrecht“ größeren Redebedarf. In dieser Satzung wird unter anderem die Größe der Ausschüsse sowie das Rechenverfahren, nach dem die Sitze in den Ausschüssen verteilt werden (D’Hondt oder Hare-Niemeyer) geregelt.

Eine Arbeitsgruppe hatte im Vorfeld die Empfehlung ausgearbeitet, die Ausschüsse wie bislang mit 13 Mitgliedern, den Rechnungspüfungsausschuss mit 6 Mitgliedern plus Vorsitz zu besetzen. Miriam Duran, einzige Stadträtin der FDP, würde nach Hare-Niemeyer einen Platz, nach D’Hondt keinen in den Ausschüssen erhalten. Da jedoch zusätzlich Karl-Heinz Walter aus der CSU-Fraktion ausgetreten ist, würde – je nach Verfahren – einer der Sitze zwischen ihm und Miriam Duran oder zwischen CSU und Freien Wählern ausgelost werden. Bis auf Walter und Duran sprachen sich letztendlich alle Stadtratsmitglieder für 12-köpfige Ausschüsse (Rechnungsprüfungs- ausschuss 6) aus, in erster Linie wegen des Losverfahrens bei 13 Mitgliedern. Duran und Walter hätten jedoch das Recht, bei allen Ausschusssitzungen teilzunehmen, wenn auch ohne Stimmrecht.

Ebenfalls wurde in der Satzung festgeschrieben, dass das Sitzungsgeld für die Stadtrats- und Ausschussmitglieder um 10 auf 50 Euro angehoben werden soll, jedoch erst in zwei Jahren.

Eva Veit

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