Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Sonthofen – Derzeit fragen sich einige Familien in Sonthofen: „Wohin mit meinem Kind nach der Schule und in den Ferien?” Der Grund: Die Kapazitäten im Kinderhort sind voll ausgeschöpft, im kommenden Schuljahr können nicht alle Kinder, die einen Hortplatz bräuchten, aufgenommen werden.

Als Ende vergangener Woche die Absagen für die Hortplätze ihrer Kinder kamen, waren die Eltern verzweifelt. Sie arbeiten in Vollzeit, sind teilweise alleinerziehend. Ohne ausreichende Betreuung ihrer Kinder am Nachmittag und in den Ferien wissen sie nicht, wie sie ihren Arbeitsplatz behalten und damit ihre Existenz sichern sollen. Die Mittagsbetreuung an den Schulen reicht ihnen nicht aus, auch ist damit die Betreuung ihrer Kinder in den Ferien nicht gesichert. Die in den Absagen vorgeschlagene Alternative, ihre Kinder in den Ganztagesklassen anzumelden, wollen manche Eltern aus verschiedenen Gründen nicht annehmen. Zudem an der Grundschule an der Berghofer Straße noch nicht sicher ist, ob im kommenden Schuljahr eine Ganztagesklasse eingerichtet werden kann. 

Im Kinderhaus Regenbogen stehen nach Aussage von Karl-Heinz Pfeil vom Sozialreferat der Stadt Sonthofen derzeit insgesamt 58 Hortplätze zur Verfügung. Elf Plätze werden nächstes Schuljahr frei, allerdings gab es 27 Anmeldungen. Die Verantwortlichen waren erstaunt über die große Nachfrage nach Hortplätzen in diesem Jahr. In den vergangenen Jahren waren die Anmeldezahlen zurückgegangen, der Grund war laut Pfeil unter anderem die Einführung von Ganztagesklassen. Die Stadt, der Kinderhort und die evangelische Kirche als Träger des Hortes stehen derzeit in Gesprächen, um eine Lösung des Problems zu finden.

Eva Veit


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