Dickes Lob für den "großartigen Verein"

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Der Vize-Präsident des Bayerischen Turnverbandes, Manfred Odendahl (links), würdigte die hervorragende Arbeit des TSV Sonthofen und übergab Stefan Osterhammer eine Urkunde und eine Erinnerungstafel.

Sonthofen - „Verstaubt“ ist beim TSV Sonthofen auch nach 150 Jahren nichts. Vielmehr zeigte sich der TSV als Paradebeispiel eines Sportvereins, dem es gelinge, Jung und Alt bei der Stange zu halten. Bei einem Festabend wurde die Arbeit des TSV Sonthofen gewürdigt und aufgezeigt, was „den TSV“ ausmache.

Mit langatmigen Rückblicken wollte sich an diesem Jubiläumsabend niemand aufhalten. „Wir zeigen, was bei uns los ist!“ läutete der Erste Vorsitzende des TSV Sonthofen, Stefan Osterhammer, das bunte Programm ein. Tatsächlich zog die Vorstandschaft alle Register bei ihrem Streifzug durch das „riesige Angebot des Vereins – gerade auch für junge Leute“. 

Und humorvolle Verbindungen der Präsentationen schuf der Sonthofer Mundartautor Max Adolf auf seine Weise. Was heute etwa als ‘outdoor’ bezeichnet werde, habe früher eben ‘dussa’ geheißen, nahm Adolf auf Allgäuerisch die eine und andere neue Sportart aufs Korn. Heute ginge man bei Sommerhitze zum „Gumpejucke“ an die Starzlach. 

Das alte Motto mancher Sportvereine „Turne bis zur Urne“ gelte längst nicht mehr, so Stefan Osterhammer. „Wir schaffen Anreize, die jeder Altersgruppe etwas bieten.“ Offenbar gelingt es dem TSV, die Sonthofer zu begeistern – immerhin zählt der Verein mehr als 2000 Mitglieder und Abteilungen, die Breiten- und Leistungssport vereinen. „Coole“ Mountainbiker haben hier ebenso Platz wie die klassischen Turner oder Reha-Sportler und Nordic-Walking-Freunde. Das Rezept „Aufgeschlossen und offen“ zeigt Erfolg. 

Von nichts kommt nichts, das weiß man beim TSV Sonthofen schon lange. Osterhammer würdigte nicht zuletzt die vielen ehrenamtlichen Übungsleiter, ohne die das große Sportangebot nicht vorzuhalten sei. Sie seien „die kleinen Sozialarbeiter“ einer Kommune.

„Der TSV ist mit seinen vielen Mitgliedern eine Perle unserer Stadt“, so Bürgermeister Hubert Buhl. Die Einbindung aller Altersgruppen vom Jüngsten bis zum über 80-Jährigen zeichne den Verein aus, und darauf sei die Stadt stolz. Ähnliches Lob vom Oberallgäuer Vize-Landrat Anton Klotz. Der „großartige Verein“ habe in seiner 150-jährigen Geschichte Zusammenhalt, Bürgersinn und Kameradschaft vermittelt, und dem gesellschaftlichen Leben „ein Stück Inhalt gegeben“. 

Um die „Inhalte“ kümmern sich vor allem die Abteilungsleiter. Und die sind immer am Ball, wie der Stellvertretende TSV-Vorsitzende, Hans Ehrenfeld, in seinem Gespräch feststellen konnte. „Einen solch jungen 150-Jährigen sieht man selten“, kommentierte der Vizepräsident des Bayerischen Turn-Verbandes, Manfred Odendahl, die kurzweilige Präsentationen. „Jung und Alt arbeiten hier sehr gut zusammen.“ 

Der gesellschaftliche Wandel sei für den TSV offebar kein Problem und der Blick in die Zukunft daher „schön und spannend“. Und der Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes BLSV, Gerhard Lommer, ergänzte: „Was sie hier leisten, ist toll!“ Beim TSV Sonthofen spüre man, dass hinter der Arbeit Menschen stünden, „die die Sache ernst nehmen“. Lommer weiter: „Wer da nichts findet, ist selber schuld. Der TSV bietet jedenfalls eine ganze Menge!“

Josef Gutsmiedl

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