Kranzniederlegung am Volkstrauertag

Sonthofen: Gedenken im kleinsten Rahmen

Ingrid Fischer und Volker Quante
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Ingrid Fischer, 2. Bürgermeisterin (links) und Volker Quante, Standortältester Oberst (rechts) bei der Kranzniederlegung.

Sonthofen – Normalerweise legen am Volkstrauertag in Sonthofen Vertreter der Stadt Sonthofen, Bundeswehr, Soldaten-Kameradschaften und weiterer Verbände und Organisationen umrahmt von der Stadtkapelle Sonthofen Kränze am Ehrenmal auf dem Friedhof nieder. Doch in diesem Jahr fand die Kranzniederlegung nur im kleinsten Rahmen statt.

„Wir bedauern sehr, dass in diesem Jahr der Volkstrauertag nicht im gewohnten Rahmen stattfinden kann. Jedoch steht für uns die Gesundheit und der Schutz aller Beteiligten an oberster Stelle“, erklärte Petra Wilhelm, Leiterin des Hauptreferats der Stadt Sonthofen, die Absage der sonst öffentlichen Veranstaltung. Ingrid Fischer, 2. Bürgermeisterin, und Volker Quante, Standortältester Oberst, trafen sich zwei Tage vor dem eigentlichen Gedenktag im kleinsten Rahmen und haben an der Kriegsgräbergedenkstätte im Schwäbele Holz ihre Kränze niedergelegt und der Toten gedacht.

Der Volkstrauertag ist bald 100 Jahre alt. Eingeführt wurde er ursprünglich durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die vielen Millionen Opfer des Ersten Weltkrieges. Die erste offizielle Feierstunde zum Volkstrauertag fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt. 1934 machten die nationalsozialistischen Machthaber den Volkstrauertag dann zum „Heldengedenktag“. Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges führte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Volkstrauertag als Gedenktag für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft wieder ein. 

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