Rockzipfel als Träger von Hort in Rieden bestätigt – Sontra-Gruppen weiter Übergangslösung

Kinderhaus Regenbogen: Übergangslösung verlängert

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Die Lösung, zwei Hortgruppen des Kinderhaus Regenbogen aus Platzmangel im Sontra-Park unterzubringen, sei zwar nicht ideal, wird aber als Übergangslösung weitergeführt, so der Tenor in der Sitzung des SKS.

Sonthofen – Die Nachfrage nach Mittagsbetreuung und Hortplätzen für Grundschulkinder steigt stetig an – auch in Sonthofen. Der Sozial-, Kultur- und Sportausschuss (SKS) hat nun die Weichen für eine flächendeckende Betreuung in den nächsten Jahren gestellt.

„Die Kinderbetreuung ist eine Belastung für die Kommunen. Aber wir wollen uns zukünftig richtig aufstellen“, sagte Erster Bürgermeister Christian Wilhelm im Vorfeld der Gespräche im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss zur Hortsituation. Karlheinz Pfeil, im Rathaus als Fachbereichsleiter Soziales auch für die Ganztagesbetreuung an den Schulen zuständig, erläuterte, dass der Stadtrat im Februar 2014 einen Bedarf an 220 Hortplätzen für die Kreisstadt festgestellt hatte: je etwa 100 Schulkinder an den beiden Grundschulstandorten Berghofer Straße und Rieden.

Kinderhort im Kinderhaus Regenbogen

Im Kinderhaus Regenbogen, das unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Sonthofen steht, werden 59 Hortkinder in zwei Gruppen betreut. Auf Grund der gestiegenen Nachfrage nach Hortplätzen wurde zum Schuljahr 2013/14 in den Räumlichkeiten der Volkshochschule im Sontrapark eine Hortgruppe, zum aktuellen Schuljahr – die Nachfrage war weiter gestiegen – eine zweite Gruppe eingerichtet. Derzeit werden in den beiden Gruppen je 17 Kinder betreut.

Die evangelische Kirchengemeinde hatte sich zur Übernahme der Trägerschaft für beide Hort-Außengruppen bereit erklärt, damit der dringende Bedarf gedeckt werden kann – allerdings nur als Übergangslösung, wie sie von Beginn an klar stellte.

Wie Karlheinz Pfeil den Mitgliedern des SKS am Dienstag erläuterte, sind die Umstände in den Außengruppen im Sontrapark nicht ideal. So konzentriere sich das Gruppenleben auf einen Raum, die Wege zwischen Schule, Hort und Mensa sind vergleichsweise weit, außerdem fehle ein kindgerechtes Außengelände. Einige Probleme konnten seit einer Besprechung zwischen der Trägerin und Vertretern der Stadt im November 2014 bereits gelöst werden, so dürfen die Gruppen den Gymnastikraum und die Küche der Volkshochschule als Ausweichräume nutzen, auch können die Kinder jetzt auch freitags in der Mensa essen.

Der SKS beschloss in seiner Sitzung, dass die Sontra-Gruppen weiter nur eine Übergangslösung sind, welche bis maximal 2019 beibehalten werden soll. Bleibt der Bedarf an Hortplätzen weiter hoch, muss über eine andere Lösung nachgedacht werden. Bürgermeister Christian Wilhelm bedankte sich bei der Kirchengemeinde für den „Puffer“, den sie der Stadt weiterhin einräume.

Ein neuer Hort für Rieden

Bereits im September des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat den Bau eines viergruppigen Hortes mit Mensa am Standort Rieden beschlossen. Für das kommende Schuljahr liegen für diesen Hort laut Pfeil bereits 85 Anmeldungen vor. In seiner Sitzung am Dienstag beschloss der Ausschuss nun, dass der Verein Rockzipfel e.V. die Trägerschaft über den Hort in Rieden erhält. Rockzipfel ist bereits seit vielen Jahren Träger der Mittagsbetreuung an den Sonthofer Grundschulen.

Das Gebäude, dass voraussichtlich im November fertiggestellt ist, wird der Stadt gehören. Der Hort-Betrieb obliegt Rockzipfel. In einer Betriebsvereinbarung sichert die Stadt dem Träger auch einen Defizitausgleich zu – eine solche Vereinbarung hat die Stadt auch mit den Trägern weiterer Kinderbetreuungseinrichtungen (evangelische und katholische Kirchengemeinden) geschlossen.

Karlheinz Pfeil hob in der Sitzung hervor, dass in nächster Zeit geprüft werden müsse, wie sich die Pläne der Bayerischen Regierung, auch an den Grundschulen eine offene Ganztagesbetreuung anzubieten, künftig auf den „normalen“ Hortbetrieb auswirken.

Mensa für Hort und Albert-Schweitzer-Schule

Im Gebäude des Hortes soll auch eine Mensa für die Hortkinder und die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule unterkommen. Die Kosten für den Gebäudebau sowie die laufenden Betriebskosten sollen zwischen der Stadt und dem Landkreis – als Träger der Albert-Schweitzer-Schule – aufgeteilt werden. Alfons Werner, Kämmerer der Stadt Sonthofen, erläuterte den Ausschussmitgliedern, dass die Baukosten auf Grund der geplanten Nutzung zu zwei Dritteln vom Landkreis und zu einem Drittel von der Stadt getragen werden sollen. Die Betriebskosten teilen sich Stadt und Landkreis je zur Hälfte. Zwar werden mehr Schüler der Albert-Schweitzer-Schule die Mensa nutzen. In den Ferien allerdings wird die Mensa nur von den Hortkindern genutzt.

Eva Veit

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