Die Generaloberst-Beck-Kaserne soll 2022 fertig saniert sein - Sonthofen hofft auf Konversionsflächen

Endlich ein Ende in Sicht bei den Bauarbeiten auf der "Burg"

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Die Bauarbeiten auf der „Burg“ kommen voran.

Das Thema Konversion war - wieder einmal - Thema in der Sonthofer Stadtratssitzung. Nachdem die Umbaumaßnahmen an der "Burg" länger als geplant dauern, stand die Frage nach einem "belastbaren Fertigstellungstermin" im Raum, ebenso wie die Frage, wann die Kasernengelände frei und veräußert werden.

Die Stadt wollte von der Bundeswehr wissen, ob die Möglichkeit einer vorzeitigen Freigabe von Einzelflächen wie der Tannach-Liegenschaft (dort ist derzeit noch das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum angesiedelt) oder von Teilflächen bestehe. Antworten auf diese Fragen seien fundamentale Bausteine für die städtische Konversionsplanung. Daher hatte die Stadt das für die Baumaßnahme zuständige Kompetenzzentrum Baumanagement der Bundeswehr in München zu einem Sachstandsbericht in die Stadtratssitzung eingeladen.

Der Leiter des Kompetenzzentrums, Oberst Hans-Jürgen Neubauer, informierte die Gemeinderatsmitglieder über den aktuellen Sachstand beim Umbau der GOB. Er bedauerte die großen Verzögerungen im Jahr 2017, welche insbesondere der wider Erwarten äußerst maroden Bausubstanz der denkmalgeschützten Gebäude geschuldet gewesen seien. „Im Jahr 2017 stand die Mängelbeseitigung im Vordergrund“, erklärte der leitende Architekt, Technischer Regierungsrat Andreas Felk. Die damit verbundenen Herausforderungen hätten zeitintensive Neuplanungen zur Folge gehabt. Zudem seien aufgrund der guten Baukonjunktur die Auftragsbücher der Baufirmen voll. Die Firmen hätten daher wenig Interesse, ihre Angebote zu öffentlichen Ausschreibungen abzugeben. Er möchte gerne mit einem neuen Konzept mehr Firmen aus der Region für die Baumaßnahmen gewinnen. „Geld ist nicht der bremsende Faktor“, betonte Oberst Neubauer. „Die Finanzierung steht. Die Finanzierung aller Baumaßnahmen ist durch den Haushalt genehmigt.“

Architekt Felk stellte sodann die Bauplanung für die einzelnen Gebäude/Flächen vor, welche sukzessive ab 2019 bis 2021 fertig gestellt werden. Die Gesamtfertigstellung wurde auf 2022 datiert, um noch einen kleinen Zeitpuffer zu haben. Oberst Neubauer stellte sich zudem einen schrittweisen Bezug der GOB vor. Die Entscheidung zu diesem Schritt liege mit Masse aber beim Kommandeur der Schule für ABC-Abwehr und Gesetzliche Schutzaufgaben.

Bürgermeister Christian Wilhelm resümierte: „Es ist wichtig, dass den blumigen Ausführungen auch Taten folgen.“ Christoph Stöberl, der Konversionsmanager der Stadt Sonthofen, wollte wissen, „wann das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (Anm. Red.: von der Liegenschaft im Tannach) hoch zieht?“ Dann wäre diese Liegenschaft frei. Diese Frage konnte aus Zuständigkeitsgründen nicht befriedigend beantwortet werden. Ebenso wenig die Frage von Stadtrat Michael Borth: „Wie belastbar ist der Zeithorizont?“, welche Oberst Neubauer beantwortete mit: „Die Planung ist sehr realistisch..., wenn uns Firmen Leistungen anbieten.“ Bürgermeister Wilhelm wollte wissen, ob es „Flächen/Gebäude gebe, die man früher von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erhalten könne. Das Abtrennen von Teilflächen aus einer Liegenschaft hatte Oberst Neubauer allerdings aus „medientechnischen Gründen (Strom, Heizung, Wasser, Abwasser)“ als „etwas schwierig“ bezeichnet.

Abschließend betonte Oberst Neubauer: „Wir wollen offen und ehrlich mit ihnen kommunizieren. Und wir wollen den Termin schaffen. Ich bin zuversichtlich. Die GOB ist jetzt Chefsache!“

Hans Ehrenfeld

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