Leidenschaftlich aber fair

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Die scheidenden Stadtratsmitglieder: Johannes Vorholzer (vorne von links), Astrid Gross, Gisela Nockemann, Hans Strobach, Gertrude Goldner, Ottilie Schlichterle, sowie (hinten von links) Stefan Erb, Rudolf Gropper, Anja Bader, Peter Erb, Dr. Bernd Heimhuber, Wolfgang Deppe, Klaus Schmid, Frederik Gembe und Walter Hasemann.

Sonthofen – Auf insgesamt 232 Jahre im Amt können die 15 scheidenden Stadträte zurückblicken, die Altbürgermeister Hubert Buhl am Dienstag in seiner letzten Stadtratssitzung verabschieden konnte.

Im Namen des Stadtrates und der Bürgerschaft bedankte er sich bei den langjährigen Gremiumsmitgliedern. Sie hätten sich für den Gemeinsinn, für die Stadt eingesetzt, mit Elan und Sachkenntnis für ihre Vorstellungen und Ziele gekämpft, mit Leidenschaft debattiert, seien aber stets fair miteinander umgegangen. Buhl zollte ihnen Dank, nicht nur dafür, dass sie Missstände nicht nur kritisieren, sondern aktiv beheben wollten und dadurch auch einen Teil ihrer Privatssphäre eingebüßt und viel Zeit eingebracht hätten.

„Wenn der Stadtrat nicht mitzieht, sind alle Impulse des Bürgermeisters verloren“, hob Buhl die wichtige Rolle des Stadtrates bei seiner Arbeit als Bürgermeister hervor. Wichtig ist für Buhl auch stets die Rolle der Familien, die die politischen Ambitionen der Stadträte mittragen.

Nach 24 Jahren als Stadtrat und sechs Jahren als 3. Bürgermeister begibt sich Wolfgang Deppe (FW) in den „kommunalen Ruhestand“. Deppe hob die gute Zusammenarbeit im Stadtrat sowie die Loyalität und Unterstützung der Verwaltung hervor, die die Arbeit sehr erleichtert habe. Er bedankte sich aber auch bei seiner Frau für „44 Jahre klagloses Mitmachen“.

Schulreferent Rudolf Gropper (FW) gehörte dem Stadtrat bereits seit 1977 an und kann somit auf die längste Amtstätigkeit der Verabschiedeten zurückblicken. Der ehemalige Realschullehrer „hat zu meiner Schulzeit schon fast so ausgeschaut wie heute“, scherzte Hubert Buhl, und Gropper betonte, dass er sowohl den scheidenden als auch den künftigen 1. Bürgermeister Christian Wilhelm als Schüler hatte.

Nach 30 Jahren verlässt auch Hans Strobach (CSU) den Stadtrat. „Er hat uns manchmal ein bißchen zu viel Juristerei beibringen wollen“, sagte Hubert Buhl, „aber seine Kenntnisse und Erfahrungen waren für dieses Gremium extrem wichtig.“

Astrid Gross (CSU, 18 Jahre im Stadtrat) habe als Finanzreferentin oftmals zum Sparen angemahnt, so Buhl, und auch mit Dr. Bernd Heimhuber (FW, 18 Jahre im Stadtrat) verlasse ein „kritischer Geist“ das Gremium. Auch Gisela Nockemann (SPD) und Peter Erb (FW) können auf 18 Jahre Stadtratstätigkeit zurückblicken.

Kulturreferentin Gertrude Goldner (CSU, 12 Jahre im Stadtrat) habe stets ein „sehr starkes Engagement, auch wenn es mir nicht immer gefallen hat“ gezeigt, so Buhl. Auch wegen ihr habe sich die Kultur in Sonthofen fest etabliert.

Walter Hasemann (SPD, 13 Jahre im Stadtrat), Frederik Gembe (SPD, 12 Jahre), Ottilie Schlichterle (SPD, 8 Jahre), Anja Bader (CSU, 6 Jahre), Stefan Erb (Grüne, 6 Jahre), Klaus Schmid (CSU, 6 Jahre) und Johannes Vorholzer (Grüne, 6 Jahre) werden ebenfalls im neuen Stadtrat nicht mehr dabei sein.

Eva Veit

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