Sonthofen als "goldene" Kommune 50. Mitglied der AGFK

Auf dem Weg zur Radstadt Sonthofen

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Bei der Übergabe der Mitgliedsurkunde durch AGFK-Geschäftsführerin Sarah Guttenberger (3. von rechts) bedankte sich Sonthofens 1. Bürgermeister Christian Wilhelm (2. von rechts) auch bei den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Radstadt, die hervorragende Arbeit leisten: Kerstin Spiegelt (von links), Johannes Buhl, Beauftragter für nachhaltige Stadtentwicklung und Klimaschutz, 3. Bürgermeisterin Ingrid Fischer, Helmut Maier und Petra Wilhelm.

Sont­hofen ist seinem Ziel, fahrradfreundliche Kommune zu werden, einen großen Schritt näher gekommen. Am Mittwoch erhielt 1. Bürgermeister Christian Wilhelm die Mitgliedsurkunde der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) von Geschäftsführerin Sarah Guttenberger.

„Wir freuen uns mit Sonthofen, das als Tourismusgemeinde vorbildlich für den Radverkehr arbeitet“, sagte Geschäftsführerin Sarah Guttenberger bei der feierlichen Übergabe. „Gleichzeitig dürfen wir heute auch als Verein feiern – dass wir die Anzahl von 50 Mitgliedern innerhalb von nur fünf Jahren erreichen, zeigt uns, dass wir mit der Radverkehrsförderung ein Thema bearbeiten, das für die Kommunen und ihre Mobilitätsentwicklung im Freistaat eine besondere Rolle spielt“, so Guttenberger weiter.

Die AGFK Bayern hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Radverkehr in Bayern zu fördern und durch einen größeren Anteil des Radverkehrs in den Kommunen eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Die Mitgliedskommunen der AGFK Bayern arbeiten daran, Vorreiter in Sachen Fahrradmobilität zu werden, indem sie unter anderem das Radwegenetz ausbauen und ihre Bürger „auf‘s Rad bringen“.

Sonthofen will sich als Radstadt positionieren. Nicht nur, um die Sonthofer aufs Rad zu bringen. Sondern auch, um sich im Bereich des Tourismus einen Namen als Radstadt zu machen. Von der Verbesserung des Fahradverleihs über Gastgeber-Zertifizierungen zu Themenradwegen reicht die Aufgabenliste, die das touristische Profil einer „Radstadt“ schärfen sollen. In Workshops wurden bislang mehr als 250 radorientierte Maßnahmen zusammengetragen, die in nächster Zeit umgesetzt werden sollen.

Nach dem Grundsatzbeschluss des Stadtrates im Januar stand als einer der ersten Punkte die Aufnahme Sonthofens in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) auf dem Programm. Noch im Januar reichte die Stadt ihren Mitgliedsantrag ein, und nach einer Bereisung im März stellte die Bewertungskommission der AGFK Bayern fest, dass gute Voraussetzung für die Radverkehrsförderung in Sonthofen gegeben sind.

Dem Mitgliedsantrag wurde stattgegeben – am Mittwoch konnte Sonthofens 1. Bürgermeister Christian Wilhelm die Mitgliedsurkunde aus den Händen von AGFK-Geschäftsführerin Sarah Guttenberger entgegennehmen. Guttenberger hatte noch ein kleines Geschenk mitgebracht: Da Sonthofen die 50. Mitgliedskommune ist, die „goldene Kommune“, wie sich die Geschäftsführerin freute, gab es als „Zuckerl“ eine liebevoll gestaltete Schachtel Pralinen.

Die AGFK Bayern unterstützt mittlerweile Kommunen mit mehr als 4,7 Millionen Menschen in Bayern bei der Förderung des Radverkehrs. Die Mitgliedskommunen profitieren in vielfacher Hinsicht vom Netzwerk: Erfahrungsaustausch, Lösungssuche, Seminare, Material für die Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr. Alles für das Ziel, die Radinfrastruktur zu stärken, die Menschen zum Fahrradfahren zu animieren und, letztendlich, „Fahrradfreundliche Kommune“ zu werden.

Bis Sonthofen dieses Ziel erreicht hat, steht noch eine intensive Prüfung an; besteht die Kreisstadt diese, wird sie vom bayerischen Innenministerium den Titel „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ verliehen bekommen. Mit diesem Titel hofft die Stadt, sich auf dem Tourismusmarkt zu Positionieren und neue Touristen in die Stadt zu locken. Bürgermeister Christian Wilhelm ist optimistisch: „Das Fahrrad ist in Sont­hofen als erfolgreiche Tourismusgemeinde traditionell ein wichtiges Verkehrsmittel – sowohl für unsere Gäste als auch natürlich für unsere Bürger wollen wir diese Entwicklung nun noch mehr vorantreiben.

eva

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