Fachoberschule Sonthofen in neuem Glanz

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Schulleiter Dieter Friede (rechts) und sein Stellvertreter, Michael Amman (von links), „zauberten“ zusammen mit Marina Schütz und Sarah Bruchmann am Schluss der Feier ein Kunstwerk für die „neue FOS“.

Im Rekordtempo wurde aus der „angestaubten“ Sonthofer Fachoberschule FOS eine moderne Schule. Anderthalb Jahre nach Vorstellung der ersten Planentwürfe im Stadtrat und knapp sieben Monate nach dem Spatenstich konnten jetzt der Erweitungsbau und die Umbaumaßnahmen an der FOS eingeweiht werden.

Das „Gefängnis FOS“ mit seinen grauen Wänden, wie es zwei Schülerinnen in ihrem Gedicht zu Beginn der Einweihungsfeierlichkeiten nicht ganz ernst angedeutet hatten, sei in Rekordzeit ein „Edelstein“ der Oberallgäuer Schullandschaft geworden, meinte Landrat Anton Klotz. „Die Stadt Sonthofen und der Landkreis können sich freuen.“ Klotz: „Wir wollen alles tun, dass Bildung junger Menschen gelingt.“ Er sei froh, über diese Facette in der Bildungsregion Oberallgäu, so Klotz. Der Landkreis habe sich zwar „nur mit 50000 Euro“ an den Kosten beteiligt; doch über die Gastschulbeiträge belaufe sich die Beteiligung des Landkreises auf rund eine halbe Million Euro. „Für Bildung darf uns kein Euro zu schade sein.“

Ganz nebenbei hatte Klotz bei dem Rekordtempo der Bauarbeiten noch eine Wette gegen den Chef der FOS, Dieter Friede, gewonnen. Der hatte es nicht für möglich gehalten, dass die Arbeiten noch in seiner Amtszeit abgeschlossen würden. „Die Kiste Wein müsste jetzt rüberkommen...“, erinnerte Klotz den Schulleiter. Und Konrad Maurr, der Ministerialbeauftragte für die Staatlichen Schulen in Bayern, stufte die „neue FOS“ sogar als Abschiedsgeschenk für den Schulleiter ein, der im kommenden Februar in den Ruhestand geht. Maurer skizzierte den Boom, den die Fachoberschulen bayernweit erlebten.

Der FOS Sonthofen ging es nicht anders, nachdem sie in den 1970er Jahren mit 240 Schülern begonnen hatte, schraubte sich die Zahl auf fast 400 in den 1990ern nach oben. „Wir haben es geschafft“, freute sich nicht zuletzt Sonthofens ErsterBürgermeister Christian Wilhelm. Rund 2,8 Millionen Euro wurden investiert in einen Erweiterungsbau mit sieben Klassenzimmern, Nebenräumen und Pausenhofüberdachung. Diverse Umbaumaßnahmen im Bestand galten ebenfalls der Verbesserung der Raumsituation und zahlreichen weiteren Verbesserungen, nicht zuletzt der Barrierefreiheit, des Brandschutzes und des Energiekonzeptes. „Das war angesichts der hohen Schülerzahlen zwingend notwendig“, so Wilhelm.

Angesichts des sehr engen Zeitplans hatte Schulleiter Dieter Friede „etwas gezweifelt“, dass es klappt, die FOS noch in seiner Amtszeit auf den Stand der Zeit und der modernen Schultechnik zu bringen. Man solle sich in einer Schule gut aufgehoben sehen und wohlfühlen können. Die frühere Enge habe endlich ein Ende gefunden, sagte Friede. „Schule kostet Geld, aber was würde Dummheit kosten?“

gts

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