Weniger Straftaten in der Region

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Sonthofen – Das südliche Oberallgäu ist ein vergleichsweise sicheres Pflaster – und wenn doch mal was passiert, ist die Chance groß, dass die Polizei den Fall klärt: Die Zahl der registrierten Straftaten sank 2013 um 405 auf 1.351 Delikte; 75,3 Prozent der Fälle konnte die Polizeiinspektion Sonthofen aufklären.

Mit 1.351 registrierten Straftaten im Jahr 2013 kann die Polizeiinspektion Sonthofen den niedrigsten Stand der zur Anzeige gebrachten Delikte in den letzten zehn Jahren registrieren. Die Aufklärungsquote von 75,3 Prozent liegt zudem deutlich über der des Freistaates Bayern (64,1 Prozent) und des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West (68,2 Prozent). 

„Diese Quote ist jedoch nicht alleine mit einer akribischen Ermittlungstätigkeit meiner sehr engagierten Beamtinnen und Beamten, beispielsweise bei der Tatortarbeit, zu erreichen“, betont Dienststellenleiter Kriminalhauptkommissar Thorsten Ritter. „Auch die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, wie beispielsweise dem Landratsamt, der Stadtverwaltung oder den Gemeinden spiegelt sich in unserer Aufklärungsquote wider.“ Auch die Bürgerschaft trage ihren Teil dazu bei, so Ritter weiter, indem sie verdächtige Beobachtungen frühzeitig bei der Polizei melde und nicht wegsehe. 

In den Bereichen der Eigentumskriminalität und Sachbeschädigung konnte im Einzugsgebiet der Polizeiinspektion Sonthofen, zu dem die Gemeinden Bad Hindelang, Fischen, Burgberg, Ofterschwang, Bolsterlang und Sonthofen gehören, ein deutlicher Rückgang der Straftaten verzeichnet werden. Gefährliche und schwere Körperverletzungen, Sexualdelikte und Betrugsdelikte hingegen nahmen zu. So kam es im Jahr 2013 zu 32 gefährlichen oder schweren Körperverletzungen, sechs Vergewaltigungen und einem Totschlag. 

Die Straßenkriminalität – beispielsweise Diebstahl aus KFZ, Sachbeschädigungen auf Straßen oder Plätzen oder auch Fahrraddiebstähle – befindet sich laut aktueller Statistik auf dem niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren.

Von den 761 ermittelten Tatverdächtigen waren 588 Erwachsene über 21 Jahren, davon 76,2 Prozent Männer, 23,8 Prozent Frauen und 16,7 Prozent nicht-deutscher Herkunft. Unter Alkoholeinfluss während der Tat standen 143 der Tatverdächtigen.

Eva Veit

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