"Ein sportliches Ziel"

Sonthofen – Die Stadt Sonthofen hat hehre Ziele: bis Ende 2020 will sie den Schuldenberg von derzeit rund 38 Millionen auf unter 30 Millionen Euro abtragen. Am Dienstag stimmte der Stadtrat dem Haushaltsentwurf für 2014 und der Finanzplanung bis 2017 zu.

Der Schuldenabbau sei ein „sportliches Ziel, aber man könnte es hinkriegen”, sagte Stadtkämmerer Alfons Werner. Die Senkung der Schulden sei aber nur dann erreichbar, wenn sich der Stadtrat bei jeder Entscheidung selbst die Frage stelle, ob er sich ein Projekt leisten könne. Oberste Priorität für die kommenden Jahre sei der Erhalt des vorhandenen Vermögens und die Erfüllung der städtischen Pflicht- aufgaben. Bis Ende 2014 soll die Stadt nur noch mit 35,6 Millionen Euro in der Kreide stehen. 

Der Investitionsstau sei nun behoben, betonte Bürgermeister Hubert Buhl; Schulen, Krippen und Kindergärten, die Freizeitanlagen und auch das Kanalnetz seien nun auf einem modernen Stand. Von 2009 bis 2015 werde die Stadt rund 62 Millionen Euro investieren, wobei lediglich 40 Prozent der Summe durch Kreditaufnahmen, die restlichen 60 Prozent durch staatliche Zuschüsse oder Rücklagen finanziert wurden. Haushaltsplan 2014 Die Stadt veranschlagt für 2014 einen Gesamthaushalt von etwa 44 Millionen Euro. Die größten geplanten Ausgaben fließen in den Hochwasserschutz, Hoch- und Tiefbau, Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie sonstige Infrastrukturmaßnahmen. Niedrigere Schlüsselzuweisungen, höhere Stromkosten und zusätzliche Kosten bei der Ganztagesbetreuung von Schulkindern, im Bauhof und den nichtstädtischen Kindertageseinrichtungen führen zu einem Defizit im Verwaltungs- haushalt; durch erhöhte Steuereinnahmen und Kürzungen bei den Personalkosten soll das Defizit auf rund 750.000 Euro gesenkt werden, der Restbetrag soll über eine Rücklagenentnahme abgedeckt werden. 

Da der Haushaltsplan für 2014 schon in den Ausschüssen besprochen worden war, sahen die Sonthofer Stadträte keine Veranlassung zu ausschweifenden Diskussionen. Lediglich die Fraktionsvorsitzenden meldeten sich zu Wort. Josef Zengerle betonte für die CSU, dass das Augenmerk für die Zukunft nicht nur auf „Bildung und Wohnen” sondern auch auf „Gewerbe” liegen sollte; wichtig sei, dass die Schuldentilgung auf jeden Fall eingehalten werde. Dr. Bernd Heimhuber (FW) sagte, dass hier „parteienübergreifend beste Rahmenbedingungen” geschaffen würden. Elfriede Roth zeigte sich im Namen der Grünen besorgt über die knappe Personalplanung, und Frederik Gembe (SPD) hob hervor, dass es wichtig sei zu sehen, was die Stadt in den letzten Jahren geleistet habe. Das Gremium stimmte dem Haushaltsplan dann auch einstimmig zu.

Eva Veit

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