Jetzt funken die Mobilfunkstandorte im neusten Mobilfunkstandard

Sonthofer Stadtverwaltung nimmt Stellung zum 5G Ausbau

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Symbolbild

Sonthofen – Die Telekom hat ihre 5G-Initiative in Deutschland gestartet (wir berichteten). Der Landkreis Oberallgäu ist mit dabei. In Immenstadt, Obermaiselstein, Oberstdorf, Oy-Mittelberg, Sonthofen, Sulzberg und Waltenhofen funken jetzt Mobilfunkstandorte im neusten Mobilfunkstandard. Die Stadt Sonthofen nahm deshalb Anfang August in einer Pressemitteilung zum 5G-Ausbau Stellung.

Auf die Nachfrage von Bürgermeister Christian Wilhelm und Wirtschaftsförderer Andreas Maier teilte die Telekom mit, dass derzeit für sämtliche Mobilfunkstandards sechs Mobilfunkanlagen in Sonthofen in Betrieb seien und eine weitere geplant sei. Die derzeitigen Standorte befinden sich in der Östlichen Alpenstraße, Buchfinkenweg, Rudolf-Diesel-Straße, Immenstädter Straße, Rathausplatz und in Altstädten. Nach Anfrage der Stadt Sonthofen Ende Juli bestätigte die Telekom, dass bereits zwei der genannten Standorte mit 5G ausgebaut wurden (Sendeanlagen in Altstädten und der Östlichen Alpenstraße).

Die Stadt Sonthofen wurde Ende Juni von der Deutschen Telekom informiert, dass eine Netzmodernisierung durchgeführt werden soll. Konkret beabsichtigt die Telekom, dass derzeit noch durch UMTS genutzte Frequenzspektrum im Bereich von 2,1 GHz an möglichst allen bestehenden Standorten für die Mobilfunkstandards LTE und 5G zu nutzen.

Mit der Vereinbarung über den Informationsaustausch und der Beteiligung der Kommunen beim Ausbau der Mobilfunknetze haben die Kommunalen Spitzenverbände und die Netzbetreiber bereits im Jahr 2001 einen bundeseinheitlichen Handlungsrahmen für den Ausbau der Mobilfunknetze geschaffen. Die Telekom hat das Ausbauvorhaben im Vorfeld mit der Bundesvereinigung der Kommunalen Spitzenverbände (Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Landkreistag) abgestimmt. Die Verbände sehen in der Maßnahme eine klassische Modernisierung des Bestandsnetzes, welche keinen erneuten Beteiligungsprozess auslöst.

Im Gegensatz zu einer abstimmungspflichtigen Erweiterungsmaßnahme wird die Antennenanlage nicht verändert. Lediglich ein technischer Baustein wird in der Systemtechnik der einzelnen Mobilfunkanlage getauscht. Durch die Maßnahme kommt es zu keiner Änderung der genehmigten Sendeleistung. Es handelt sich somit um eine Modernisierungsmaßnahme der Bestandstechnik. Diese Modernisierungen lösen keinen erneuten kommunalen Beteiligungsprozess aus. Die Stadt Sonthofen hat keine Einflussmöglichkeiten. Dies wäre nur bei Neuerrichtungen und Erweiterungen von Sendeanlagen der Fall.

In letzter Zeit sind vermehrt Bedenken von einzelnen Bürgern bei der Stadt eingegangen, welche innerhalb der Verwaltung äußerst sensibel behandelt und ernst genommen werden. Zur Aufklärung war durch die Stadtverwaltung bereits im Frühjahr eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema 5G geplant. Diese konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. In der ersten Stadtratssitzung nach der Sommerpause sollen jedoch ein Fachbüro sowie ein Vertreter aus dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) oder dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einen Einblick in die fünfte Generation der Mobilfunktechnik geben. Angeschlossen daran soll eine Bürgerinformation stattfinden. Auch eine Vorher-/Nachher-Immissionsmessung über das LfU wird von der Stadt Sonthofen angestrebt.

Um die Strahlenbelastung für Bürger und Besucher auf ein Minimum zu reduzieren, hat die Stadt bereits vor langer Zeit den Weg des konsequenten Glasfaserausbaus eingeschlagen. Dieses Vorgehen wird durch die aktuelle Diskussion bekräftigt. Der flächendeckende Ausbau dieser „Technologie der Zukunft“, wie sie der städtische Wirtschaftsförderer Andreas Maier nennt, wird in Sonthofen weiter vorangetrieben, um eine großflächige Versorgung mit 5G zu umgehen.

Da auch im benachbarten Immenstadt ein ähnliches Problem entstanden ist, haben beide Bürgermeister Anfang August besprochen, diese Thematik gemeinsam abgestimmt und Hand in Hand zu bearbeiten.

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