Sinnvolle Aufrüstung der Feuerwehr

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Gleich zwei neue Fahrzeuge konnte die Freiwillige Feuerwehr Sonthofen offiziell in Dienst stellen und mit kirchlichem Segen in ihren Fuhrpark aufnehmen. Neuanschaffungen, die nicht nur die Sonthofer Wehr noch schlagkräftiger machen, sondern auch auf Landkreisebene Verbesserungen mit sich bringen.

Auf Hochglanz poliert präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Sonthofen ihren gesamten Fuhrpark auf dem Rathausplatz und in der Hirnbeinstraße. Besonders geschmückt standen bei der kirchlichen Segnung der neue Kommandowagen und das neue Einsatzleitfahrzeug im Mittelpunkt. Sowohl Pfarrer Karlheinz Müller als auch sein evangelischer Kollege Pfarrer Gerhard Scharrer unterstrichen dabei, dass die Feuerwehren mit dem bekannten Motto „Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr“ geradezu beispielhaft christliche Werte mit Leben erfüllten. „So einfach ist das christliche Prinzip“, meinte Scharrer. Ein Doppelgebot, das zu befolgen jedem möglich sei.

Spontane Anschaffungen waren es nicht, sondern wohlüberlegte und notwendige, skizzierte Kommandant Andreas Kracker die Vorgeschichte der „Aufrüstung“. Seit dem Jahr 2014 stand ein neuer Kommadowagen auf dem Programm. Der Kauf wurde allerdings erst unter Dach und Fach gebracht, als die Umrüstung der Feuerwehren auf Digitalfunk erfolgt war. Der Skoda Yeti mit Allradausstattung steht dem jeweiligen Einsatzleiter ständig zur Verfügung. Private Nutzung müsse der Einsatzleiter selbstredend aus eigener Tasche begleichen, stellte Kracker klar. Die Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro trug übrigens die Sonthofer Feuerwehr.

Ebenfalls auf der Warteliste stand der „große Bruder“ des Kommandowagens, das neue Einsatzleitfahrzeug „Florian SF 12/1“. Das Vorgängermodell hatte sein Dienstzeitende längst erreicht und entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Der neue VW T6 wurde zu einer Art „Maßanzug“ ausgebaut und von einer Sont­hofer Firma auf den neuesten Stand der Kommunikations- und Feuerwehrtechnik gebracht. Gesamtkosten: rund 130 000 Euro.

Florian SF 12/1 werde im Einsatzfall auch über das Stadtgebiet hinaus als Unterstützung anderer Landkreis-Feuerwehren eine wichtige Rolle bei der Koordination spielen, deutete Kreisbrandrat Michael Seger an. Das gelte auch für den neuen Funk- raum der Sonthofer Wehr, der vor Kurzem in Betrieb genommen wurde.

„Die hochwertige Ausstattung unserer Feuerwehren ist absolut sinnvoll“, so Landrat Anton Klotz. Diese sei „kein Selbstzweck oder Spielzeug“, sondern wichtiges Arbeitsmittel für alle Feuerwehrleute. Gerade die zunehmende Zahl von technischen Hilfeleistungen machten eine zeitgemäße Ausstattung notwendig. Und die Bereitschaft, den freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr auf sich zu nehmen, könne nicht hoch genug eingeschätzt werden. Klotz: „Die Ehrenamtlichen sind der Humus unserer Gesellschaft.“

Die Ehrenamtlichen in den Feuerwehren sagten nicht „tu was!“, sondern „wir tun was!‘, betonte Sonthofens Dritte Bürgermeister Ingrid Fischer. Dabei müsse das optimale Handwerkszeug parat stehen. Die Stadt sei immer bemüht, alles Notwendige zur Verfügung zu stellen – trotz angespannter Finanzlage. „Das ist uns die Feuerwehr wert.“ Neben dem „handwerklichen Dienst“ erfülle die Feuerwehr auch eine wichtige gesellschaftliche und kulturelle Funktion. Das gelte zum Beispiel auch für die Historische Gruppe“ der Freiwilligen Feuerwehr Sonthofen, die heuer ihr 30-jähriges Bestehen feiern kann. Ehemalige Feuerwehrleute erhalten historische Ausrüstung und Feuerwehrrequistiten und bewahrten so ein Stück Heimatgeschichte, unterstrich Ingrid Fischer.

Mit einem zünftigen Feuerwehrfest feierte die Sonthofer Wehr ihre beiden Neuzugänge bis in die Abendstunden. Neben musikalischer Unterhaltung zeigte die Feuewehr bei einer Vorführung etwa wie Brände im Haushalt vermieden oder bekämpft werden können. Höhepunkt schließlich die nachgestellte Rettung eines Verletzten aus einem Unfallfahrzeug. Auch die Sonthofer Jugendfeuerwehr stellte sich an diesem Nachmittag vor.

gts

Feuerwehrfest mit Fahrzeugweihe in Sonthofen

 © Josef Gutsmiedl
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