Sonthofer SPD will nach vorne

Die SPD Sonthofen blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück und auf ein arbeitsreiches neues Jahr. Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung kritisierte der Vorsitzende der Sonthofer SPD, Alex Zieglmaier, die Steuerpolitik der neuen Bundesregierung heftig. „Die Reichen werden auf Kosten der unteren und mittleren Einkommen entlastet. Das wird wegen der sinkenden Nachfrage kein Wachstum schaffen können, sondern nur neue Armut.“

Für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden Elisabeth Ressel (65 Jahre), Erna Smolnik und Jürgen Krentz (40 Jahre) und Fred Gembe (10 Jahre) durch den Vorsitzenden Alexander Zieglmaier und den Ehrenvorsitzenden Karl Blaser geehrt. Zieglmaier lobte den fruchtbaren Dialog des Ortsvereins mit der Bevölkerung im Rahmen der Infostände vor der Bundestagswahl und auch die positive Resonanz auf die Veranstaltungen des Oberallgäuforums – SPD im Dialog. Schwerpunktthema des Berichts der Stadtratsfraktion und deren Sprecher Walter Hasemann war die anstehende Konversion. Nach seiner Ansicht, werde es sehr schwierig werden, einen oder mehrere Investoren für die frei werdenden Kasernen zu finden. Bereits jetzt läuft die kommunale Wirtschaftsförderung zunehmend defizitär und die Suche nach Investoren wird durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen in mehreren umliegenden Gemeinden erschwert. Andererseits wird die Stadt selbst finanziell nicht in der Lage sein, die Grundstücke von der Bundeswehr zu erwerben. „Denn Herschenken wird die BIMA nichts.“ In der Diskussion über die Fortführung des Stadtbusses betonte Eugen Wutz die soziale Komponente des Stadtbusses. „Gerade ältere Menschen in einer sozial schwachen Lebenssituation seien auf den Erhalt des Busses angewiesen.“ Kritisiert wurde, dass man im Stadtrat vom Betreiber keine konkreten Fahrgastzahlen erhalte und so die Notwendigkeit des Erhalts gar nicht prüfen könne. Angesichts einer offensichtlich fehlenden Nutzung durch die Bevölkerung meinte Fred Gembe, es sei wohl „ökologisch sinnlos in einem großen Bus heiße Luft durch die Stadt zu fahren.“ Abschließend motivierte der stellvertretende Ortsvorsitzende Dr. Gerhard Wimmer die Mitglieder und Sympathisanten der SPD, sich für eine kommunale Mitgestaltung einzusetzen. „Denn nur wenn die SPD gemeinschaftlich Vorstellungen für die Zukunft Sonthofens entwickle und diese auch öffentlich vertrete, kann sie die Bürgerinnen und Bürger erreichen.“

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