Philosophie in den Allgäuer Alpen

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Die Vorstandschaft des Vereins „Philosophie in den Allgäuer Alpen“ umrahmt von seinen Förderern (von links) Manfred Hegedüs (Sparkasse Allgäu), Stephan Thomae (Schatzmeister), Stefanie Fuchs (Vereinsvorsitzende), Dr. Rainer Jehl (stellv. Vorsitzender), Kerstin Duchardt (Euregio via salina) und Michael Weiß von der Meckatzer Löwenbräu.

Oberstdorf – Der Verein „Philosophie in den Allgäuer Alpen“ möchte mit seinem Projekt eines „1. Philosophiefestivals in den Allgäuer Alpen Oberstdorf/Kleinwalsertal“ einen Beitrag dazu leisten, die Philosophie als grundlegendes Fundament unseres Weltverständnisses bekannt zu machen.

Damit soll den Menschen im Allgäu und Kleinwalsertal – Einheimischen wie Urlaubern – eine neue Plattform eröffnet werden, auf der sie Fragen der Sinnstiftung wie der Wertevermittlung sowie neue und aktuelle Antworten darauf kennenlernen und erörtern können.

Beim Festival geht es nicht zuletzt darum, philosophisches Denken für Menschen, die im Alltagsleben stehen, zugänglich zu machen. Ebenso alt wie grundlegend sei in der Philosophie auch die Frage „Wie wir zusammen leben wollen“. Der Mensch als soziales Wesen könne sich nicht nur um sich selbst sorgen, sondern er sei auf den Anderen verwiesen und somit auf Fremdes. Das von Prof. Dr. Martens ausgearbeitete Festivalprogramm (21. bis 25. Juni 2017) will Jedermann zum Philosophieren im Tal und in der Höh zu topaktuellen Themen an traumhaften Veranstaltungsorten in Oberstdorf und Kleinwalsertal einladen. Das Programm bietet an fünf Tagen sieben international renommierte Referenten an acht Veranstaltungsorten in zwölf Veranstaltungen.

„Die Teilnehmer müssen überhaupt keine Vorkenntnisse in Philosophie mitbringen“, versichert Dr. Rainer Jehl, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, Projektleiter und Referent. Philosophen würden ohnehin lieber mit Handwerkern diskutieren, bemerkt er schmunzelnd.

Philosophie habe ein kritisches Potential, meint Jehl weiter. „Sie will Fragen stellen, löchern und nerven. Wie wissbegierige Kinder eben, so wie meine Enkel.“ Deshalb bietet Julia Ernst, Dozentin für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, speziell für die Kleinen ab 10 Jahren das Seminar „Philosophieren mit Kindern“ an.

Philosophen wie der diesjährige Preisträger des „Meckatzer-Philosophie-Preises 2017“, Professor Hans Joas, wissen längst, dass Philosophie praxisnah sein muss, um wie in der Wertediskussion über Menschenwürde und Menschenrechte etwas bewegen zu können. So geht Joas auch der Frage nach, warum Menschen dem Andersartigen immer so skeptisch gegenüber stehen. „Im Zuge der Globalisierung sind wir doch auf einen Dialog mit dem Fremden angewiesen. Dies ist doch heutzutage in Wirtschaftsunternehmen Alltag“, betont er.

Zu diesen und weiteren top­aktuellen Themen lädt die Vereinsvorsitzende und Projektleiterin Stefanie Fuchs ein. Zusammen mit 18 Allgäuer Stipendiaten (gefördert von Sparkasse Allgäu, Meckatzer Löwenbräu und Allgäuer Rotary-Clubs) freut sie sich auf viele Teilnehmer und „akademische Höhenflüge im Tal und auf der Höh“. Weitere Informationen auch unter www.philosophieallgaeueralpen.com.

Hans Ehrenfeld

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