Sommerfest im eigenen Wald

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Beim Baumpuzzle waren Artenkenntnis und Kombinationsvermögen gefragt.

Rettenberg – Das diesjährige Schulfest der Grundschule Rettenberg fand im Wald statt. Genauer gesagt im eigenen Schulwald.

An zwölf unterschiedlichen, familiengerechten Stationen, die sowohl von den Förstern als auch von den Lehrern der Grundschule betreut wurden, konnten die Besucher forschen, spielen und sogar etwas Lernen. Gleichzeitig hatten die Schüler auch die Möglichkeit ihren Angehörigen zu zeigen, was sie schon alles im Schulwald lernen und erleben durften.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten Anita Scherm, Rektorin der Grundschule Rettenberg, und Dr. Ulrich Sauter, Bereichsleiter Forsten am Landwirtschaftsamt Kempten, die Gäste des Wald-Schulfestes, das in diesem Jahr im Schulwald der Grundschule oberhalb von Rettenberg stattfand. Die Schüler eröffneten mit fröhlichen Liedern das Fest. Auch das Maskottchen der Grundschule, der Ahornvogel, war dabei und begleitete die großen und kleinen Waldbesucher auf ihren Entdeckungstouren durch den Schulwald. Die Begeisterung war den Kindern, ihren Eltern und Großeltern riesig: „ Für jeden ob groß oder klein ist etwas dabei!“.

So gab es ein Vogelstimmenquiz, einen Baum- und Strauchparcour mit im Frühjahr von den Schülern selbst gepflanzten Bäumen, einen Modellwald, in dem die Kinder ihren eigenen Wald „bauen“ konnten, des Weiteren konnte ein Holzblockhaus in Teamarbeit aufgebaut werden, ein Baumpuzzle musste gelöst werden. Eine „CO2-Maschine“ verriet mit Hilfe eines Luftballons, der aufgeblasen wurde, wieviel Kohlendioxid ein Baum aus einer Luftballonfüllung speichert (0,5 l CO2 werden in circa 0,5 Gramm Holz gebunden).

Auch künstlerisch konnten die „Waldläufer“ tätig werden und einen Webrahmen mit Waldmaterial gestalten. Echte Borkenkäfer wurden von den Besuchern untersucht und auch anhand ihrer Fraßbilder kennengelernt. Gezählt wurden auch die Jahresringe eines gefällten Baumes. Sophia und Hanna fanden die Zapfenweitwurfanlage am besten, Christina und Korbinian hingegegen das Bauen des Blockhauses: Das war ganz schön anstrengend, weil man die Balken alle schleppen musste!“

Der Schulwald wird der Grundschule Rettenberg von der Gemeinde Rettenberg und der katholischen Pfarrkirchenstiftung Rettenberg zur Verfügung gestellt. Seit zwei Jahren können hier die Schüler zusammen mit den Förstern vom Landwirtschaftsamt im Zuge der Partnerschaft mit der Bergwaldoffensive diesen Wald als Lernort nutzen.

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