Das SWW baut weiter

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Landrat Anton Klotz (von rechts), SWW-Geschäftsführer Martin Kaiser, Immenstadts Zweiter Bürgermeister Herbert Waibel, Architekt Walter Graf und SWW-Aufsichtsrat Toni Vogler trafen sich auf der Baustelle zum symbolischen ersten Spatenstich. in einem Jahr schon können die Bewohner der neuen SWW-Häuser den freien Blick auf den Grünten genießen.

Nach seinen Bauprojekten in Oberstaufen und Sonthofen setzt das Sozial-Wirtschaftswerk Oberallgäu SWW jetzt auch in Immenstadt den Hebel an: An der Zieglerstraße werden in den kommenden Monaten zehn Reihenhäuser und 12 Mietwohnungen gebaut. 

„Neuland“ war es nicht, als das SWW in der Zieglerstraße auf Neubau setzte: Die alten Häuser genügten nicht mehr zeitgemäßen Ansprüchen, wurden nicht mehr vermietet und schließlich abgerissen. Im Erbbaurecht konnte das SWW den freien Baugrund von der Stadt Immenstadt erwerben und verpflichtete sich, an der Zieglerstraße den Gesellschaftszweck des Unternehmens, breiten Schichten der Bevölkerung bezahlbaren Wohnraum zu bieten, zu realsieren. „Im Sommer 2016 fiel dann im Aufsichtsrat die Entscheidung, dass wir zehn Reihenhäuser und 12 Mietwohnungen errichten werden“, erinnert sich Geschäftsführer Martin Kaiser. Und schon im kommenden Frühjahr sollen die Häuser und Wohnungen bezugsfertig sein.

Die Reihenhäuser kosten rund 400.000 Euro – inklusive Garage und Stellplatz. Kaiser: „Das ist ein sehr guter Preis.“ Und der Preis sei der Tatsache geschuldet, dass die Gesellschafter des SWW keine Gewinnmaximierung oder Ausschüttung erwarteten. „Sie stehen dafür, dass wir bezahlbaren Wohnraum anbieten können“, formuliert der Geschäftsführer die Aufgabe des SWW. Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten auf rund 6,3 Millionen Euro.

„Überhitzt“ sei der Wohnungsbau-Markt, bemerkt Kaiser in diesem Zusammenhang. Die neuen Reihenhäuser an der Zieglerstraße in Immenstadt kosteten seinen Schätzungen zufolge rund 130.000 Euro mehr als vergleichbare Objekte vor sechs Jahren in Sonthofen.

Bezahlbarer Wohnraum sei in der Tat knapp geworden, knüpft Landrat Anton Klotz an die Ausführungen Martin Kaisers an. Es gebe zwar keine akute Wohnungsnot aber doch einen großen Bedarf. Das SWW stelle sich in dem neuen Bauvorhaben in Immenstadt der Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum für eine breite Bevölkerung, vor allem auch Familien zu schaffen. Klotz: „Das ist unser Auftrag – ganz gleich für welchen Geldbeutel!“

Das SWW sei seit mehr als 70 Jahren ein „bedeutender Ansprechpartner für alle Menschen im Landkreis, die auf der Suche nach optimalem Wohnraum“ seien. Als eben dieser Ansprechpartner vor Ort kenne sich das Sozial-Wirtschaftswerk Oberallgäu mit den Bedürfnissen und Wünschen seiner Mieter und Eigentümer bestens aus, sagt Klotz.

Klotz will auch Gespräche mit der neuen Bayerischen Bauministerin darüber führen, wie eine staatliche Förderung des Wohnungsbaus genossenschaftlicher Unternehmen wie etwa des SWW erreicht werden können.

Dass Kommunen nach Möglichkeit den Wohnungsbau ankurbeln können und sollen, findet Stadtrat Herbert Waibel. In diesem konkreten Fall habe Immenstadt das Grundstück an der Zieglerstraße dem SWW zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt. Das sei angesichts der schwierigen Haushaltslage der Stadt gar nicht einfach gewesen, räumt Waibel ein. „Stadträte von wohlhabenderen Kommunen tun sich bei so wichtigen Entscheidungen sicher leichter.“

gts

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