Dialog mit den Bürgern

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Im April vergangenen Jahres machten Anwohner in Winkel mit Plakaten ihrem Unmut über das geplante Gewerbegebiet am Schießplatz in Winkel Luft.

Sonthofen – Kürzlich fand das erste Ortsteiltreffen der Sonthofer SPD in Berghofen stand. Im Fokus stand insbesondere das Thema Gewerbeflächen.

Dass Gewerbeflächen im Bereich Berghofen-Winkel ein besonderer Brennpunkt beim SPD-Ortsteiltreff sind, war zu erwarten. Gegenüber den zahlreichen, meist jungen Gästen merkte Bürgermeisterkandidat Klaus Häger kritisch an, dass ein besseres Gewerbeflächenmanagement im Laufe der letzten Jahre die Ausweisung eines Gewerbegebiets in Winkel wahrscheinlich überflüssig gemacht hätte. Wichtig sei es in jedem Fall, die Anlieger von Anfang der Planungen an zu informieren und in den Meinungsbildungsprozess miteinzubeziehen. „Es geht nicht an, dass die Leute aus der Zeitung erfahren, wenn Baumaßnahmen der Stadt unmittelbar ihr Grundstück betreffen.“ 

Damit spielte Häger auch auf den geplanten Hochwasserschutz am Albergraben an. Dass Gewerbegebiete in Sonthofen dringend benötigt werden und dabei nicht erst die Konversion, die noch in ferner Zukunft liege, abgewartet werden kann, sei Fakt.

„Die Konversion darf nicht als fadenscheiniger Vorwand dienen, wichtige Entwicklungen in Sonthofen auszubremsen. Ein weiteres Abwandern von Betrieben aus Sonthofen muss vermieden werden.“ Von mehreren Besuchern wurde die im Sommer katastrophale Parkplatzsituation in Winkel beschrieben. So wurde auch der Vorschlag gemacht, die Fläche der ehemaligen Schießanlage nicht für Gewerbe sondern zum Parken zu nutzen. 

Bezüglich der Planung der Landesgartenschau ist Häger der Meinung, dass diese für Sonthofen zu früh kommt. Der Umzugstermin der Bundeswehr auf die GOB stehe noch nicht fest, die Grundstücksverhandlungen mit der BIMA können sich hinziehen und auch die Begrünung der Kasernenflächen wird seine Zeit brauchen, „so dass wir 2022 noch nicht so weit sein werden.“ Wobei die finanzielle Belastung, und dies gelte für alle zukünftigen Investitionen, vorher genau ermittelt und geprüft werden müsse. Denn die Stadt Sonthofen habe ein Ausgaben- und kein Einnahmenproblem.

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