Spende für das Bergwaldprojekt

Die Bahn fördert die Arbeit des Bergwaldprojektes. In Oberjoch informierten Peter Naumann (von links) vom Bergwaldprojekt, Silvia Görlach von der Deutschen Bahn AG mit Klaus Dinser (Leiter des Schutzwaldmanagements im Allgäu) und Wolfgang Lerner vom Forstbetrieb Sonthofen über die aktuelle Spende der Bahn AG und was im Bergwald damit erreicht wird. Fotos: Josef Gutsmiedl

Die Deutsche Bahn AG unterstützt die Arbeit des Vereins Bergwaldprojekt im Oberallgäu: Die Bahn spendet 100000 Euro aus der Schutzgebühr für Fahrplanbücher - 15000 junge Waldbäume wurden dafür im Oberallgäuer Bergwald von Freiwilligen bei Aktionen des Bergwaldprojektes gepflanzt. In den vergangenen Woche schwitzten Freiwillige bei den Pflanzaktionen des Bergwaldprojektes im Oberallgäuer Bergwald. 15000 junge Waldbäume - Weißtannen, Fichten, Buchen und andere Laubgehölze - sollen den Bergwald fit erhalten für seine vielfältigen Aufgaben.

Die Deutsche Bahn AG unterstützt diese Projekte mit einer Spende in Höhe von 100000 Euro. Das Geld stammt aus der Schutzgebühr für Fahrplanbücher der Bahn. Bislang wurden die zum Teil mehrere hundert seiten starken Broschüren „Städteverbindungen“ kostenlos abgegeben. Heuer wird erstmalig eine Schutzgebühr von einem Euro pro Buch verlangt. Dadurch würde nicht nur der „bewusster Umgang“ mit den Büchern gefördert, sondern auch Kosten gespart, da die Auflage deutlich reduziert wurde, so Peter Westenberger vom Umweltzentrum der Deutschen Bahn. Der Erlös aus der Schutzgebühr und die Einsparungen soll jetzt dem Bergwaldprojekt „Dampf“ machen und die Aktionen weiter unterstützen. 100000 Euro spendet die Bahn AG. Die Freiwilligen pflanzen bei den Arbeitseinsätzen des Bergwaldprojektes rund 15000 Waldbäume bei Oberjoch, Balderschwang und Gunzesried, un dweitere 5000 in Norddeutschland. Für die Forstfachleute im Oberallgäu eine wertvolle Unterstützung. „Die Aktionen sind kein Jux oder Show-Auftritte“, betont Klaus Dinser, Leiter des Schutzwaldmanagements am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten. „Gepflegt werden muss der Bergwald auf jeden Fall.“ Wenn es nicht Initiativen wie der Verein Bergwaldprojekt machten, müsse jemand anderes „pflegen und zahlen“, betont Dinser. Umso wichtiger seien Spenden wie die der Bahn. Die Forstbehörden und Forstbetriebe unterstützen die Pflanzaktionen des Bergwaldprojektes in fachlicher Hinsicht. Forstarbeiter zeigen den Freiwilligen, die nicht selten einen Teil ihres Urlaubs opfern, „um dem Bergwald Gutes zu tun“, wie man Jungpflanzen an den geeigneten Stellen setzt. Dinser überschlägt den Bedarf im Allgäu auf rund 150000 Pflanzen pro Jahr. Das Bergwaldprojekt arbeitet seit über 20 Jahren an zahlreichen Einsatzorten in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Bislang wurden von Freiwilligen mehr als eine Million Bäume gepflanzt, viele Pflegemaßnahmen durchgeführt oder Steige gebaut und ausgebessert. „Die Teilnehmer der Aktionen verbringen nicht nur eine körperlich anstrengende Woche im Bergwald; sie erfahren auch viel über die Zusammenhänge in der Natur und den Lebensraum Wald“, sagt Peter Naumann,, Projektförster und Sprecher des Bergwaldprojektes.

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