Hilfe für zwei Hospize

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Schwester Dominica von der Kongregation der Franziskanerinnen Au am Inn und Brigitte Waltl-Jensen vom Kinderhospiz St. Nikolaus freuen sich über jeweils 1 000 Euro an Spenden, die durch die Fairtrade-Steuerungsgruppe am bio-regional-fairen Markt erwirtschaftet wurden.

Sonthofen – Bio-regional-fair, so lautet das Motto des Marktes, der jedes Jahr im Frühjahr in Sonthofen in und um die Markthalle herum stattfindet. Ein großes Angebot an Informationen, aber auch an fair gehandelter und hergestellter Ware wird dort präsentiert.

Vom ersten Jahr an war die Grundidee des Marktes, dass die erwirtschafteten Erlöse dem guten Zweck zukommen sollen. So erfahren regionale Projekte, aber auch Hilfsaktionen im Süden der Welt, Unterstützung. Über jeweils 1 000 Euro an Spenden freuen sich in diesem Jahr das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach und das Aidshospiz „Sol Nascente“ in Brasilien.

Das Kinderhospiz St. Nikolaus hat vor einigen Jahren die klaffende Lücke bei der Begleitung von Kindern mit lebensverkürzenden und unheilbaren Erkrankungen im Allgäu geschlossen. Das Kinderhospiz steht als Anlauf- und Erholungsstätte während der gesamten Krankheits-, Sterbe- und Trauerphase allen betroffenen Familien offen. Dabei konzentriert es sich nicht nur auf die erkrankten Kinder, sondern kümmert sich um jedes Mitglied der Familie. Das Kinderhospiz bietet den betroffenen Familien neben dem Hospizaufenthalt die Möglichkeit zum Entlastungsaufenthalt an.

Für die Eltern bedeutet dies ganz konkret, einmal wieder eine Nacht durchzuschlafen und dabei das erkrankte Kind gut betreut zu wissen. Auch die Geschwisterkinder profitieren vom Aufenthalt im Kinderhospiz, da es für sie dort auch für ihre Bedürfnisse zugeschnittene Programme gibt. Am 19. November lädt das Hospiz alle Interessierten zum Tag der offenen Türe ein.

Auch die zweite Spende geht in diesem Jahr an ein Hospiz. In Lagoinha (Staat São Paulo) betreut die Schwesterngemeinschaft der Kongregation der Franziskanerinnen Au am Inn seit Sommer 1995 Aidskranke in der Endphase ihres Lebens. Bis zu 18 Patienten werden im Aidshospiz betreut. War in den ersten Jahren die Aufenthaltsdauer der Patienten nur auf einige wenige Monate beschränkt, so haben nun auch die Erkrankten in Brasilien aufgrund der besseren Medikamentenversorgung eine höhere Lebenserwartung. Somit leben die Patienten mehrere Monate oder sogar Jahre im Hospiz. Auch wenn die Menschen schwere Schicksale zu tragen haben, kann Schwester Dominica von großer Lebensfreude der Erkrankten berichten, die in der Einrichtung allgegenwertig ist. Durch die Spenden aus Deutschland können die monatlichen Gehälter für den Arzt und das Pflegepersonal mitgetragen werden. Alle weiteren notwendigen Lebensmittel oder Hygieneprodukte werden aus der direkten Umgebung gespendet.

Für die Mitglieder der Steuerungsgruppe hat sich wieder gezeigt, dass ihr Einsatz direkt Gutes in der näheren Umgebung und in der Welt bewirkt und geht mit vollem Elan in die weitere Arbeit.

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