Die Spezialisten bleiben im Oberallgäu

Das neue Gesundheitszentrum direkt bei der Klinik Immenstadt rindet die Angebote im südlichen Landkreis Oberallgäu ab. Fotos: Kliniken Oberallgäu

In enger Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Fachärzten und den Kliniken Oberallgäu gelang es, am Standort der Schwerpunktklinik Immenstadt das Versorgungsangebot nochmals zu verbessern. Das GZI befindet sich zentrumsnah direkt neben der Klinik. Die kurzen Wege erleichtern die fachübergreifende Zusammenarbeit der Spezialisten zum Wohl der Patienten. Auch weitere medizinische Dienstleistungen, etwa die „Allgäu-Station“ der Kliniken Oberallgäu, „AlpiCura“ mit ambulanter Pflege durch das BRK, einer Apotheke, ein Sanitätshaus oder Praxen für Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie werden im GZI künftig vor Ort sein. Beim Tag der offenen Tür am Samstag, 7. Mai, ist Gelegenheit, in das neue Gesundheitszentrum GZI hinein zu schnuppern.

c Das neue Gesundheitszentrum Immenstadt (GZI) „funktioniert“ schon. Offiziell eröffnet wird das Gesundheitszentrum auf dem Gelände der Klinik Immenstadt am Freitag, 6. Mai. Bereits am Samstag, 7. Mai, wird von 10 bis 16 Uhr ein Tag der offenen Tür veranstaltet: Dann können sich Bürger des Landkreises ein Bild von „ihrem“ Gesundheitszentrum machen. Die Besucher erhalten Einblick in die zahlreichen Fachpraxen, können dem Rotkreuzhotel „Alpicura“ einen Besuch abstatten oder in der Allgäu-Station, der Privatstation der Kliniken Oberallgäu, vorbeischauen. Für Andreas Ruland, Geschäftsführer des Klinikverbunds Kempten-Oberallgäu, und Michael Osberghaus, Geschäftsführer der Kliniken Oberallgäu, ist das GZI eine „wichtige Investition in die Zukunft und für die Patienten im südlichen Oberallgäu und Kleinwalsertal“. Hintergrund ist ein Trend im deutschen Gesundheitswesen, wonach immer mehr Fachärzte in die Städte abwandern. Hier hoffen sie auf ein besseres Auskommen als im ländlichen Raum. Im südlichen Oberallgäu konnten bisher drohende Versorgungsengpässe - vor allem in den Bereichen der Gynäkologie und Geburtshilfe, der Neurologie und Psychiatrie sowie Urologie – durch die Kliniken Oberallgäu verhindert werden. Die Vorteile fur die Patienten: Sie müssen nach wie vor keinen weiten Weg auf sich nehmen, um den Arzt ihrer Wahl aufzusuchen. Mit dem Bau des Gesundheitszentrums bieten die Kliniken den Fachärzten gute Rahmenbedingungen, damit sie in der Region bleiben. Sämtliche Praxen können sich der gemeinsamen Infrastruktur bedienen, eine Zusammenarbeit unter Kollegen ist problemlos und ohne Zeitaufwand möglich, wenn etwa eine Mehrfacherkrankung vorliegt. Fur die Patienten bietet das GZI nicht nur ein geballtes medizinisches Fachwissen. Sie profitieren auch – im Akutfall - von der Anbindung an die zentrale interdisziplinäre Notaufnahme und das Herz- und Gefäßzentrum. Und sie profitieren – im Falle einer Nachbehandlung - von der Nähe zu den Praxen fur ambulante Therapien. Das GZI ist gut zu erreichen – entweder über einen rund achtminütigen Fußweg vom Zentrum oder mit dem Stadtbus mit einer Haltestelle nahe des Haupteingangs. Ein Besuch im GZI und ein kleiner Einkaufsbummel lassen sich also problemlos miteinander verbinden. Mit dem GZI erfährt auch der Klinikstandort eine weitere Aufwertung, betont Landrat Gebhard Kaiser, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikverbunds Kempten-Oberallgäu. Immenstadt sei in den vergangenen Jahren nach und nach als Schwerpunktkrankenhaus für die medizinische Versorgung rund um die Uhr ausgebaut worden. Kaiser: „Ich freue mich, dass die wohnortnahe und gleichzeitig hochqualifizierte Versorgung der Bevölkerung und der Gäste in unserer Region mit dem Gesundheitszentrum Immenstadt einmal mehr deutlich verbessert wird.“ Für den Bau wurde eigens die „Grundstücksgesellschaft Oberallgäu-Süd“ (GOS) gegründet, an der unter anderem die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd beteiligt ist. Insgesamt wurden rund 12,5 Millionen Euro investiert.

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