Spitzenqualität von ganz oben

Schon eine gute Tradition ist der alljährliche Bergkäseausstich des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu AVA. Diesmal wurden 49 Alp- und Bergkäse der Prüfkommission vorgestellt. Die Siegerglocken überreichte Bayerns Milchkönigin, Beate Deisenhofer an Kaspar Geiger von der Alpe Kematsried in Oberjoch und Klaus Kohler, den Senn der Höfle Alp in Balderschwang.

Einen ganzen Vormittag lang waren alles Sinne der Jury gefragt. 40 Alp- und Bergkäse der Produktion des vergangenen Sommers wurden unter die Lupe genommen. Anhand eines anerkannten Kriterienkatalogs, der genau beschreibt, wie der „ideale Käse“ beschaffen sein sollte, wurde Laib und Laib begutachtet. Und da Käse nicht zuletzt schmecken soll, nahmen die Prüfer von jeder Partie Kostproben: Auf der Zunge brennen sollte guter Bergkäse auf keinen Fall, das gibt Abzüge beim Punktekonto. Diesmal, so die Kritik von Oberprüfer Johann Peschek vom Milchwirtschaftlichen Versuchs- und Forschungszentrum in Kempten, habe die „innere Qualität“ nicht ganz mit dem tadellosen äußeren Erscheinungsbild der vorgestellten Käselaibe mithalten können. Aber bei dem hohen Niveau sei derzeit „wohl keine Steigerung“ drin, lobte Peschek die gute Arbeit der Sennerinnen und Senner. Drei Faktoren bestimmen offenbar gleichermaßen das Ergebnis. Durchgängige Qualität - von der Milch über die Arbeit des Käsers bis zur Lagerung - seien die Erfolgsformel für ausgezeichneten Käse. „Nur wenn alles zusammenstimmt, gibt es einen Ersten Preis“, sagte Alpsennberater Gottfried Seeberger.

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