Trumpfkarte Weiterbildung

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Schulleiter Dieter Friede (links) und Landrat Gebhard Kaiser (3. von rechts mit den Regierungspreisträgern (von links) Jessica Unsinn, Corinna Kittel, Patrick Wenner, Johanna Hehl, Markus Käser und Steffen Beck. Alle erreichten den Notendurchnschnitt von 1,0 im Abschlusszeugnis. Es fehlt Robert Müller.

Sonthofen - Im Haus Oberallgäu in Sonthofen wurden 530 Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Berufsschule Immenstadt im Rahmen einer Abschlussfeier verabschiedet. Die Besten des Jahrganges erhielten nicht nur ihre Abschlusszeugnisse, sondern auch Preise der Schule, des Landkreises oder der Regierung von Schwaben.

Berufliche Bildung, ständige Weiterbildung und die Bereitschaft sich flexibel auf sich verändernde Bedingungen einzustellen, seien der Schlüssel zu einer erfolgreichen beruflichen Entwicklung. Dies unterstrichen sowohl Schulleiter Dieter Friede, als auch der Oberallgäuer Landrat, Gebhard Kaiser. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung und der Berufsschule seien erst das Tor ins Berufsleben. 

„Wer sich kontinuierlich weiterbildet, der hat gute Karten, seine berufliche Stellung zu verbessern. Es wird nach wie vor unterschätzt, welche Aufstiegswege den Absolventen einer dualen Ausbildung offen stehen“, stellte Schulleiter Friede fest. Doch immerhin scheine sich dies allmählich zu ändern. Deutschland gelte als Eldorado für junge Arbeitnehmer, unterstrich Friede; das duale Ausbildungssystem trage dazu wesentlich bei. Denoch sollte es verstärkt auf europäische Verhältnisse hin ausgerichtet sein, vor allem durch die Förderung von Fremdsprachen. 

Mit der abgeschlossenen Ausbildung hätten die Absolventen das Rüstzeug für die beschwerliche Wanderung auf dem nächsten Lebensabschnitt erworben, so Friede weiter. Wichtig sei es auf diesem Weg, Ziele, Wünsche und Hoffnungen nicht zu verlieren, die Orientierung zu halten und den Weg aufrecht und mündig zu gehen. Dabei solle man das Denken lieber nicht anderen überlassen, riet Friede: „Denken sollte man nur Personen überlassen, auf die Verlass ist – sich selbst!“ Landrat Kaiser ergänzte: „Gefragt sind heute nicht nur Wissen, sondern auch Innovation, Kreativität und Flexibilität – und vor allem Engagement. das sind die Erfolgsfaktoren, auf die es heute ankommt!“ Der Landkreis habe in den vergangenen jahren viel Geld in die berufliche Bildung investiert, gab Kaiser zu bedenken. Die Berufsschule Immenstadt sei gut ausgestattet und könne sich sehen lassen. 

Abschlusszeugnisse gab es für alle Absolventen – die Schul-, Landkreis- und Staatspreise blieben den Einserschülern vorbehalten. 19 mal wurde der Schulpreis vergeben, 14 mal der Preis des Landkreises. Und sieben der 530 Absolventen des Jahrganges wurden mit dem Preis der Regierung von Schwaben ausgezeichnet – allessamt mit einem unschlagbaren Notendruchschnitt von 1,0!

Josef Gutsmiedl

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