Bahnhöfe Sonthofen und Altstädten

Es tut sich was beim Bahnhof

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Ob der Bahnhof in Sonthofen an einen Privatinvestor verkauft werden soll, will die Bahn spätestens im Sommer 2015 klären.

Sonthofen – In den Dauerbrenner Bahnhof scheint Bewegung zu geraten: Vergan- genen Donnerstag trafen sich Vertreter von Bahn und Stadt, um über diverse Mißstände und anstehende Baumaßnahmen zu sprechen. Bei einigen Themen machte die Bahn konkrete Aussagen, auch in zeitlicher Hinsicht.

Das Toilettenproblem am Sonthofer Bahnhof ist ja bereits geklärt – die Stadt Sonthofen hat die Anlagen übernommen; ab etwa Mitte Dezember werden sie für die Öffentlichkeit zugängig sein. Was das übrige Bahnhofsgebäude angeht, so hat die Bahn laut Günther Pichler, Regionalbereichsleiter bei der „Station & Service AG“ vor, das Reisezentrum in den Bereich des früheren Backshops zu verlegen und die Buchhandlung zu vergrößern. Dort, wo jetzt die Gaststätte leer steht, möchte ein Bäcker ein Tagescafé betreiben. Bis zum Sommer möchte die Bahn zudem entscheiden, ob sie das Gebäude verkauft. Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre machte die Vertreter der Bahn darauf aufmerksam, dass es bereits einige regionale Interessenten an dem Bahnhofsgebäude gebe.

„Mir fällt’s nicht auf!“, meinte Bürgermeister Christian Wilhelm zur Aussage der Bahn, der Bahnhof in Sonthofen werde sechs mal pro Woche gereinigt.

Ein wichtiges Anliegen war die Sauberkeit am Sonthofer Bahnhof. Gerade im Außenbereich hatte Bürgermeister Christian Wilhelm „den Eindruck, es wird nichts mehr gemacht“. Bauhofsleiter Klaus Häger erzählte, dass seine Mitarbeiter drei mal die Woche das Bahnhofsumfeld reinigen würden. Dementsprechend erstaunt zeigten sich die Vertreter der Stadt darüber, dass der Bahnhof sechs mal die Woche gereinigt werde – und damit sehr viel öfter, als bei einem Bahnhof dieser Größe üblich. Schließlich zeigte sich, dass die Zuständigkeiten, wer welches Areal sauber halten sollte, wohl nicht abschließend geklärt waren.

Baumaßnahmen

Für die nötigen Baumaßnahmen an den Bahnhöfen Sonthofen und Altstädten sowie an den Eisenbahnbrücken konnte die Bahn teils klare zeitliche Angaben machen. So soll 2015 am Sonthofer Bahnhof der Mittelbahnsteig saniert werden, 2016 der am Bahnhofsgebäude. In Altstädten wird der Bahnsteig höher gelegt – die Zustiegshöhe wird sich dann von 76 auf 50 cm verringern. Möglich wäre dies 2017 oder 2018 – je nachdem, wann die Planungen für den Umbau des Bahnübergangs in Altstädten von Seiten der Stadt stehen.

Auf der Tagesordnung stand auch die dringend notwendige Sanierung der Bahnbrücken an der Oberstdorfer und Immenstädter Straße. Hierfür brauche die Bahn drei bis vier Jahre Vorlaufzeit. Die Stadt müsse sich jedoch zunächst überlegen, wie sie dort die Geh- und Radwege sowie die Straße gestalten wollel. Zuallererst müsse aber das Verkehrskonzept der Stadt stehen, das auch eine mögliche Verlegung der Kreisstraße Richtung Altstädten vorsieht.

Wenn die Brücken saniert werden, ist es laut Bahn nötig, die darunter liegenden Straßen für mindestens ein halbes Jahr zu sperren – was besonders an der Immenstädter Straße problematisch werden könnte, wird der Weg doch von zahlreichen Schul- und auch Kindergartenkindern tagtäglich genutzt.

In diesen Zusammenhang fällt auch die in den Planungen der Stadt für das Bahnhofsumfeld auftauchende Unterführung vom Bahnhof Richtung Gymnasium. Nach den Plänen der Stadt soll die Unterführung einen behindertengerechte Zugang zu den einzelnen Gleisen bieten. Auf der Bahnhofseite soll sie an den Busbahnhof anschließen, auf westlicher Seite an einen ebenfalls geplanten P&R-Parkplatz, von dem aus auch das Gymnasium – und die anderen Schulen sowie der Kindergarten – zu erreichen wären. Die Bahn würde sich auch hier an den Kosten beteiligen. Die Unterführung könnte als Ausweichstrecke genutzt werden, wenn die Brücke an der Immenstädter Straße saniert wird. Zunächst jedoch müsse die Stadt entscheiden, wie sie die Planungen vorantreiben will, so die Aussage der Bahn-Verantwortlichen.

Eva Veit

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