iBooster2-Geschäft sehr erfreulich – Gute Aussichten für Boschwerk Blaichach

Boschwerk Blaichach fährt vorne mit

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Im neuen iBooster2-Fertigungsbereich: Johannes Lauterbach (von links) der Kaufmännischer Werkleiter), Alexander Haffke (Abteilungsleiter iBooster2), Regine Nußbaumer (Produktionsversorgerin) und Thomas-Joachim Fritsch.

Blaichach – Die Robert Bosch GmbH befindet sich auf Wachstumskurs. „Wir wachsen schneller als die weltweite Automobilproduktion!“, so Johannes Lauterbach, Kaufmännischer Werkleiter des Boschwerks Blaichach, beim Standortpressegespräch.

Der Umsatz der Robert Bosch GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2016 um 2,5 Milliarden Euro auf 73,1 Milliarden Euro erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 14 500 auf 390 000 und befindet sich Lauterbach zufolge auf einem guten Niveau, dank der größeren Nachfrage bei Fahrzeugsicherheitssystemen. So sei insbesondere der Bereich „Mobility Solutions“ mit einem Umsatzanstieg von 7 Prozent erneut stärker gewachsen als die weltweite Automobilproduktion. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes wolle Bosch seinen Wachstumskurs für 2017 fortsetzen.

Wie sieht es bei Bosch Blaichach aus?

Die Geschäftslage im Boschwerk Blaichach befinde sich auf einem guten Niveau. Das Investitionsvolumen habe sich am Standort von 37 auf 75 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Zudem sei die Beschäftigung auf nun 3 500 Mitarbeiter weiter angestiegen. Die gute Geschäftslage beruhe auf der starken Nachfrage der hier gefertigten Produkte wie ABS/ESP, Komponenten wie Magnetventile sowie Druck- und Benzineinspritzsensoren, Kameras und iBooster2. In den wichtigen Segmenten ESP und iBooster habe Bosch Blaichach zudem die Führungsrolle als Leitwerk inne.

Zukunft der Automobilität fest im Blick

Bosch hat die Zukunft der Automobilität wie automatisiertes und autonomes Fahren fest im Blick. Neue Komfort- und Sicherheitsfunktionen im Auto wie Abstandssysteme seien sehr gefragt. „Der Anspruch an Sicherheit steigt, zunächst bei Fahrern höher klassiger Fahrzeuge“, so Johannes Lauterbach, „dann zieht der Gesetzgeber meist nach.“ So müsse inzwischen in der EU jedes Auto mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP ausgerüstet sein, denn es gelte, Unfälle zu verhindern.

Auf dem Markt für autonomes vollautomatisches Fahren mit Fahrerassistenzsysteme sei Bosch vorne mit dabei. Hier seien hochwertige Kamera- und Bremssysteme erforderlich. Sicherheitssysteme, welche mit Kamera gesteuerter Technik bremsen. Produkte, die Bosch im Portfolio habe. „Es gibt kein System“, so Lauterbach, „das schneller bremst als der iBooster2.“ Als vakuum-unabhängiger Bremskraftverstärker für Hybrid- und Elektrofahrzeuge entwickelt, sei er aber in allen Fahrzeugen einsetzbar und sorge für mehr Sicherheit durch noch kürzere Bremswege.

Die Herausforderungen beim autonomen Fahren würden anspruchsvoller werden. Da gelte es, innovative technische Lösungen auf absolut hohem Niveau zu finden, um ganz vorne mit dabei sein. Mit dem iBooster2 und den Kamerasystemen sei Bosch schon ganz vorne mit dabei. Das iBooster2-Geschäft habe sich am Standort sehr erfreulich entwickelt. „Das Segment werde weiter wachsen“, so Johannes Lauterbach, „weil die Stückzahlen schon jetzt weit über den Erwartungen liegen.“

Die neue automobile Zukunft habe in Deutschland schon begonnen, denn im kommenden Jahr schon sollen autonom fahrende Autos (allerdings noch mit unterstützender Begleitung) auf deutschen Straßen getestet werden.

Hans Ehrenfeld

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