Pflegekräfte dringend gesucht

Klaus Fischer (von links) von der Allgäu GmbH; Prof. Dr. Prestel, HS Kempten; MdL Ulli Leiner; Anton Klotz, Landrat Oberallgäu und stv. Aufsichtsratsvorsitzender Allgäu GmbH und Horst Holas, Agentur für Arbeit, Memmingen.

Allgäu – Trotz guter wirtschaftlicher Bedingungen steht das Allgäu, wie viele andere Regionen auch, vor einer großen Herausforderung: Vor allem im Altenpflegebereich herrscht ein akuter Mangel an Fachkräften. Derzeit sind 442 Stellen unbesetzt.

Aus diesem Grund hat die Allgäu GmbH zu einem Auftaktgespräch „Starke Initiative im Allgäu“ geladen. Rund 100 Vertreter von 40 Pflegeeinrichtungen und ambulanter Pflegediensten sowie 12 Fachstellen im Allgäu suchten in der Hochschule Kempten Lösungsansätze. Der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH, Klaus Holetschek , betonte das hohe Engagement der Betreiber und Mitarbeiter der Allgäuer Pflegeeinrichtungen. Dies könne aber nur mit genügend und den richtigen Mitarbeitern erhalten werden. Dafür sei eine enge Zusammenarbeit wichtig. Prof. Dr. Philipp Prestel von der Hochschule Kempten und Landtagsabgeordneter Ulli Leiner forderten die Vertreter der Allgäuer Pflegeeinrichtungen auf, sich enger zu vernetzen um gemeinsam auf ihre Herausforderungen aufmerksam zu machen und das Image des Pflegeberufs zu verbessern.

„Wenn eine Region in einem Bereich mit einer Stimme spricht, hat dies Wirkung nach innen aber auch nach außen. Das Allgäu hat in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus einen starken Auftritt. Das brauchen wir ganz dringend für den Bereich der Pflege, um den Herausforderungen in unserer Region besser begegnen zu können“, ist Leinert überzeugt.

Einer davon ist die Außendarstellung und Sichtbarkeit der Pflegeeinrichtungen als Arbeitgeber. „Messeauftritte oder die Auszeichnung zum Besten Arbeitgeber Allgäu sind wichtige Maßnahmen und zeigen nicht nur Präsenz sondern auch dass man an seiner Arbeitgebermarke arbeite“, beschreibt Sabine Berthele, Regionalmanagerin bei der Allgäu GmbH, zwei mögliche Bausteine zur Fachkräftegewinnung, welche von der Allgäu GmbH organisiert werden. Berthele stellte die bereits laufenden Aktivitäten vor und ermunterte die Akteure, gemeinsam Maßnahmen zur Anwerbung zu entwickeln. So könne eine Steuerungsgruppe ein Projekt zur Fachkräftegewinnung in der Pflege ausarbeiten. Über gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Personalvermittlung aus dem Ausland sollen weitere Fachkräfte gewonnen werden. „Die Allgäu GmbH ist hier gerne mit ihrem Netzwerk und Fachkompetenz unterstützend tätig“, ergänzte Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH.

Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz sagte, auch in seiner Funktion als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH, die Unterstützung der Kommunalpolitik im Allgäu für die weiteren Aktivitäten zu. Die Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden im Allgäu wollen eine qualitativ gute und ortsnahe Versorgung Ihrer Bürger sicherstellen. Daher rief auch er kommunale, private und freie Träger zur Zusammenarbeit auf.

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