Start vor der Haustüre

Das „Team Oberstdorf“ - Brigitte Martin (links) und Markus Schuster- geht am 3. September quasi vor der Haustüre an den Start. Foto: privat

Der Gore-Tex Transalpine-Run 2011 führt von Oberstdorf nach Latsch in Südtirol. Die Teilnehmer aus über 25 Nationen laufen in acht Etappen durch vier Länder über die Gesamtstrecke von etwa 260 km und 15.000 Höhenmeter. Der KREISBOTE beschreibt die einzelnen Etappen und stellt Teams aus dem Allgäu vor, die am Samstag, 3. September, um 11 Uhr in Oberstdorf an den Start gehen.

Die achte und letzte Etappe streift das Ortlergebirge. Auf der rund 30 km langen Strecke mit nochmals 1800 Höhenmeter werden alle Teilnehmer die letzten Kräfte mobilisieren, um ins Ziel nach Latsch zu kommen. Von Schlanders aus geht es stetig bergan über die Göflaner Alm in die Göflaner Scharte mit knapp 2400 m Höhe. Diese ist bereits nach zehn Kilometern erreicht. Ab jetzt geht es über das Kreuzjochl praktisch nur noch bergab Richtung Latsch. Wir sprachen mit mit Brigitte Martin (43), Angestellte aus Oberstdorf, vom „Team Oberstdorf“, zu dem Markus Schuster (44), Masseur aus Hirschegg gehört. Während Brigitte Martin das erste Mal am Transalpine teilnimmt, ist Markus Schuster mit seiner nun vierten Teilnahme bereits ein alter Bekannter im Wettkampf. Beide Sportler betreiben neben dem Laufen auch Wintersportarten wie Skitouren, Langlaufen, Telemark und Alpiner Skilauf. Für Abwechslung im Sommer sorgen Rad- oder Mountainbikeausfahrten. Du arbeitest beim Markt Oberstdorf und wirst den Startort vertreten, ist das Ansporn oder Last für Dich? Brigitte Martin:  Natürlich ist das Ansporn und Motivation, die Freunde, Bekannte und Kollegen sprechen einem ja auch darauf an. . Außerdem freue ich mich sehr darauf bei diesem Wettkampf im eigenen Ort zu starten. Dein Teampartner kommt aus Hirschegg, wie habt ihr zusammengefunden? Brigitte Martin: Wir kennen uns bereits seit 20 Jahren über den Sport. Da Markus schon mehrfach beim Wettkampf dabei war, haben wir öfters über das Rennen gesprochen. Dass wir nun als Team starten, hat sich im letzten Jahr bei einer Pizza und einem Glas Rotwein ergeben. Wie hast Du dich als Einsteigerin vorbereitet? Brigitte Martin: Insgesamt bin ich nun seit 14 Monaten in der Vorbereitung. Im Winter haben wir neben dem Laufen viele Skitouren gemacht um die Grundlagen zu schaffen. Mehrere Wettkämpfe wie der Halbmarathon in Kempten oder der Black Forest Trailrun standen auf dem Programm. Das war so mein Einstieg in die langen Strecken. Berglaufrennen wie aufs Nebelhorn und um den Widderstein haben die ganze Sache abgerundet. Sogar einen 12-Stunden-Lauf in Dornbirn, im Team mit drei vom Laufvirus angesteckten Freundinnen, bin ich mitgelaufen. Jetzt kann es endlich losgehen. Habt ihr die diesjährigen Etappen genauer betrachtet? Brigitte Martin: Natürlich kennen wir die ersten beiden Etappen vor unsrer Haustür. Ansonsten wollen wir uns aberüberraschen lassen, die jeweiligen Höhenprofile bieten dafür ja jede Menge Möglichkeiten. Besonders freut es mich auf die siebte Etappe. Da werden Freundinnen von mir an die Strecke kommen und uns nochmals richtig motivieren. Wer hat dich in der Vorbereitung speziell unterstützt? Brigitte Martin: Da muss ich mich in jedem Fall bei zwei Freundinnen besonders bedanken. Selbst im Winter haben Sie in der Früh um 5.30 Uhr zusammen mit mir eine Laufrunde gedreht. Am Arbeitsplatz hatte ich immer die Möglichkeit den Dienst zu tauschen und flexibel zu sein, das habe ich den Kollegen zu verdanken. Und wenn ein Muskel wieder mal zwickte hatten meine Kolleginnen aus der Praxis immer einen Termin für mich. Was sagt die Familie zur zeitintensiven Vorbereitung und wie war das zu organisieren? Brigitte Martin: Da ist viel Verständnis vorhanden. Mein Sohn sagte immer „Mama geh laufen, dann bist du zufrieden!“ Natürlich muss die Zeit dafür eingeteilt sein, das heißt oft sehr früh raus und auf die Strecke bevor die anderen merken dass man weg ist. Wie sieht bei Dir die Regeneration nach der Etappe aus? Brigitte Martin: Ich werde nach der Zielankunft schnell Duschen, viel Refresher trinken, gut Essen, davor hoffentlich ein Schläfchen machen können. Und vielleicht kann mir mein Teampartner auch noch die Beine massieren... Was wünschst Du Dir im Ziel und was hast du nach dem Lauf vor? Brigitte Martin: Ich will sagen: Hurra geschafft und der ganze Aufwand hat sich gelohnt! Danach werde ich nur noch Radeln. Hiermit endet die Serie zum Transalpine Run 2011. Die Idee dazu stammt von Gerald Krehl, der die Folgen auch redaktionell betreute. Krehl selbst startet bereits zum zweiten Mal beim Transalpine Run. Diesmal zusammen mit Uwe Zugschwerdt im Team TV Immenstadt.

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