Freiwillige helfen den Förstern im Oberallgäu bei der Arbeit

+
Die Ehrenamtlichen des Bergwaldprojektes unterstützen die Arbeit der Förster im Allgäu.

Sonthofen – Mitte September ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut zu Gast beim Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten.

In der ersten Woche werden 15 erwachsene Freiwillige aus ganz Deutschland verschiedene Arbeiten in den Schutzwäldern von Sonthofen-Wertach durchführen, in der zweiten Woche sind fast 30 Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klasse der Gesamtschule Wuppertal im Balderschwanger Staatswald im Einsatz.

Ziel der Einsatzwochen ist es, gemeinsam einen konkreten und persönlichen Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort zu leisten und die Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.

Unter der Anleitung von Projektförster Matthäus Holleschovsky und Jens Thelo vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiter Hubert Heinl und Rainer Ruf werden die ehrenamtlichen Helfer Weißtannen im Waldumbau pflanzen, Einzelschutzmaßnahmen gegen Wildverbiss und Pflege unter Schirm durchführen. Die Schulklassen werden in Balderschwang zusätzlich ein Moor entbuschen, ebenfalls den Schutzwald pflegen und standortgerechte Bäume pflanzen. Neben der praktischen Arbeit ist in den beiden Wochen auch jeweils ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Bergwalds zu veranschaulichen und die vielfältigen Aspekte dieses Ökosystems, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsätze ist es, die Bedeutung und Vielfalt unserer Schutzwälder erlebbar zu machen: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen aktiv die wichtigen Schutzfunktionen des Bergwaldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten in dieser abwechslungsreichen Woche einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt – dabei spielen verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit eine große Rolle, was auch den Bayerischen Staatsforsten ein wichtiges Anliegen ist“, so Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen. Matthäus Holleschovsky vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Die freudvollen Erfahrungen aus den Projektwochen hinterlassen Spuren bei den Ehrenamtlichen. Oftmals werden sie darin bestärkt, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten und beteiligen sich somit an einem nötigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt.“

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2017 finden 100 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt, 13 davon im Rahmen der Waldschule für die biologische Vielfalt in Kooperation mit Bildungseinrichtungen.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich aus Spenden. Anmeldung zu den Einsatzwochen unter www.bergwaldprojekt.de.

Auch interessant

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Viehscheid in Gunzesried
Viehscheid in Gunzesried
Oberstdorfer Viehscheid: Sechs Berge, 1000 Rinder
Oberstdorfer Viehscheid: Sechs Berge, 1000 Rinder
Und es hat "Bumm" gemacht - Brückensprengung B19
Und es hat "Bumm" gemacht - Brückensprengung B19

Kommentare