Neue Pracht für alten Brauch

Vorstand Christian Vögel (von links), Fähnrich Georg Höß, Kassier Martin Beckel und Markus Ditterich von der Sparkasse freuen sich über die gelungene Restaurierung der Vereinsfahne.

Oberstaufen - Am Fasnachtsdienstag findet jedes Jahr in Oberstaufen ein ganz besonderes Spektakel statt: Der Staufner Fasnatziestag. Ein wichtiges Requisit, die Fahne, wird heuer nach ihrer Renovierung in besonderer Pracht zum Einsatz kommen.

Dieses Brauchtumsfest des Fasnatziestag kennt weder Kostüm noch Maskerade. Die Bevölkerung vereint sich um den Fähnrich, der den Brauch im Sinne des Stifters vollzieht. Geleitet von den ledigen Burschen schwingt er beim Gedenkakt die Fahne über seinem Haupt und ehrt damit das Andenken an alle, die dem Brauch in über 375 Jahren die Treue bewahrt haben. 

Durch das alljährliche Schwingen wurde die mittlerweile fast 30 Jahre alte Fahne stark in Mitleidenschaft gezogen und eine Restaurierung der Fahne war notwendig. Die Sparkasse Allgäu hat den Förderverein Staufner Fasnatziestag 1635 e.V. bei der Restaurierung mit 1.000 Euro unterstützt. 

Der Fasnatziestag geht auf das Jahr 1635 zurück, als im Markt Staufen die Pest mehr als 700 Menschenleben forderte. Graf Hugo von Rothenfels und Staufen ließ daraufhin die Pestkapelle in Weißach erbauen. Um neuen Lebensmut in den Markt zu bringen, zogen die ledigen Burschen mit ihrer Bürgerfahne durch die Straßen. Fortan sollte jedes Jahr die Fahne durch den Markt getragen und der Tag in froher Gemeinschaft gefeiert werden.

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